Kia Sportage

Schönling mit Schwächen

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Autorin Stephanie Braunert testete den Kia Sportage am Kesselberg

Was ist dieser Koreaner doch hübsch anzuschauen! Groß, ja, aber dafür elegant. Der Erstkontakt mit der mittlerweile dritten Generation des Kia Sportage fällt ausgesprochen angenehm aus.

Er ist um 90 Zentimeter auf 4,44 Meter gewachsen, ein bisschen breiter (1,89 Meter) und auch flacher (1,64 Meter) als der Vorgänger. Steht ihm gut. Sympathisch grinst der verchromte Kühlergrill. Das macht Lust auf einen Ausflug zum Walchensee.

Elegant und komfortabel

Der Kia Sportage ist 4,44 Meter lang, 1,89 Meter breit, aber nur 1,64 Meter hoch.

Also reinsetzen und ab die Post! Tatsächlich setzt sich der angenehme Eindruck, den unser kompaktes SUV (2.0 CVVT AWD in der Topausstattung spirit) hinterlässt, im Inneren fort. Das Cockpit strahlt eine angenehme Ruhe aus, die Bedienelemente sind übersichtlich angebracht – alles genau dort, wo man es erwartet. Beifahrer und Rückbankler genießen eine schlichte sowie unaufgeregte Eleganz.

Am Berg geht ihm die Puste aus

Kia Sportage spirit 2.0 CVVT AWD

Leistung: 163 PS bei 6200 U/min
Höchstgeschw.: 182 km/h
0 auf 100 km/h: 10,07 Sek.
Hubraum: 1998 ccm
max. Drehmoment: 194 Nm bei 4600 U/min
Verbrauch EU Drittelmix: 7,9 l/100km (Herstellerangabe)
Leergewicht: 11525 kg
Basispreis: 28.469 Euro
Testwagen: 28.990 Euro

Bis zum Kesselberg läuft alles wie am Schnürchen. Nichts trübt die Fahrfreude, nicht einmal die Tatsache, dass man zum Schließen der Fenster die Tasten gedrückt halten muss. Da wir über eine gesunde Hals- und Rückmuskulatur verfügen, können wir auch bei Überhol- und Abbiegevorgängen den enorm großen toten Winkel bewältigen – hier könnte glatt ein ganzer Kleinwagen drin verschwinden. Im Übrigen ist hier – auch nicht optional – ein Assistenzsystem zu ordern. Wirklich ärgerlich ist dann aber, dass der Kia Sportage seinem Namen am Kesselberg aber keineswegs gerecht werden kann. Mühsam quält er sich nach oben, die Kräfte scheinen ihm mit jedem Höhenmeter zu schwinden. Nein, Sportlichkeit ist an dieser Stelle wahrlich nicht sein Ding. Und wenn wir schon beim Jammern sind: der Verbrauch! Zumindest in unserer Fahrzeugvariante ist es uns beim besten Willen nicht gelungen, den Verbrauch unter 10,5 Liter zu bekommen.

Doch zurück zu den positiven Eigenschaften des hübschen Koreaners: Bemerkenswert agil lässt er sich einparken. Hier braucht’s weder Sensoren noch die Rückfahrkamera (sehr gute Darstellung), denn die Rundumsicht ist hervorragend.

Fazit

Ein sympathisches Fahrzeug mit vielen Qualitäten, wie Komfort und Handling. Schwächen zeigten sich leider in unserem Fall am Berg im Antrieb und beim Verbrauch. Zu schade!

Stephanie Braunert

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