Druckluftdüsen statt Scheibenwischer - Kia Naimo

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Der Naimo ist – nach den Studien Venga EV und POP – das dritte Elektrofahrzeug, das Kia innerhalb eines Jahres präsentiert.

Druckluftdüsen statt Scheibenwischer, Minikameras statt Außenspiegel und Eichenholz statt Teppich - mit der neuen Studie Naimo zeigt Kia wieder eine extremen Design Mix.   

Das Elektro-CUV (Crossover Utility Vehicle) wurde vom internationalen Kia-Designteam in Seoul kreiert. Der Naimo – dessen Name an das koreanische Wort „Ne-mo“ („quaderförmig“) angelehnt ist – soll koreanische Tradition mit technischer Innovation verbinden.

Angetrieben wird das Elektrofahrzeug von einem permanentmagnetischen Synchronmotor (PMSM) mit 80 kW / 109 PS Leistung und 280 Nm Drehmoment. Der Naimo erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h.

Kia zeigt Elektroauto-Studie Naimo

Kia zeigt Elektroauto-Studie Naimo

Die Batterie hat eine Kapazität von 27 Kilowattstunden und befindet sich unter dem Gepäckraumboden. Dieser „Twin-Pack“-Akku arbeitet mit der LiPoly-Technologie (Lithiumionen-Polymer). Mit einer Batterieladung hat der Naimo eine Reichweite von bis zu 200 Kilometer. Um den Energieverbrauch zu reduzieren, ist die Studie mit besonders aerodynamischen 20-Zoll-Leichtmetallrädern ausgestattet.

Im Schnelllade-Modus (50 kW) kann die Batterie innerhalb von 25 Minuten zu 80 Prozent ihrer Kapazität geladen werden. Im normalen Lade-Modus (3,3 kW) ist die Batterie nach 5,5 Stunden voll aufgeladen.

Im Außendesign heben sich die optische Einheit von Frontscheibe und Seitenfenstern, das asymmetrisch geteilte Glasdach sowie die LED-Frontscheinwerfer und Heckleuchten im Punkt-Muster ab. Besonders die asiatische Celadon-Keramik hat das Design des Naimo stark beeinflusst. Deren asymmetrische Formgebung prägte das Glasdach-Design, und die Karosseriefarbe des Naimo ist an das Celadon-typische Jadegrün angelehnt.

Statt herkömmlicher Scheibenwischer übernehmen beim Naimo Druckluftdüsen unterhalb der Frontscheibe die Wischer-Funktion. Die Außenspiegel wurden durch Miniaturkameras ersetzt, die in die A-Säulen integriert sind. Im Innenraum finden sich viele von Hand bearbeitete Materialien. Die Türen und der Boden sind mit koreanischer Eiche verkleidet, für den Dachhimmel wurde koreanisches Hanji-Papier verwendet. Neben diesen traditionellen Materialien finden sich modernste Elemente wie die Instrumenteneinheit in Form eines TOLED-Display (Transparent Organic LED) – das im abgeschalteten Zustand völlig transparent ist – sowie Anschlüsse für Entertainment- und Kommunikationsgeräte.

Der Naimo ist – nach den Studien Venga EV und POP – das dritte Elektrofahrzeug, das Kia innerhalb eines Jahres präsentiert.

Mit der 3,89 Meter langen, 1,84 Meter breiten und 1,59 Meter hohen Studie will der koreanische Autobauer die Marktchancen eines emissionsfreien, fünftürigen und viersitzigen City Car in diesem kommenden Nischen-Segment erkunden. Dank des großen Radstands (2,65 Meter) und der kurzen Überhänge bietet der Naimo viel Kopf-, Bein- und Schulterfreiheit. Durch die fehlenden B-Säulen und die hinten angeschlagenen Portaltüren ist der Ein- und Ausstieg leicht. Die dreigeteilte Heckklappe ermöglicht je nach Bedarf unterschiedlich große Zugänge zum Gepäckraum.

Kia Elektro-Studie POP

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(ampnet/nic)

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