Fiat 500L

Dieses Auto kann sogar Kaffee kochen

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Mini mit Stil: Elf Karosseriefarben stehen für den 500L zur Auswahl. Redakteurin Katrin Basaran entschied sich für einen Ton, der an Latte Macchiato erinnert.

Ein Auto, das Kaffee kochen kann? Gibt’s nicht? Gibt’s doch! Für ihren neuen Fiat 500L entwickelten die Turiner gemeinsam mit Lavazza eine Espressomaschine.

Die Espressomaschine des neuen Fiat 500L findet in der Mittelkonsole deihren Platz. Wenn also morgens mal wieder keine Zeit für eine Tasse Kaffee bleibt: Wasser oben einfüllen, Pad einlegen, Knöpfchen drücken und den Selbstgebrühten mit 90 Grad genießen.

Auch ohne dieses zugegeben witzige Zubehör ist der Fiat 500L, der jetzt in Turin der internationalen Presse zu ersten Probefahrten überlassen wurde, ein spannendes Auto. Der Microvan, der auf der Plattform des Punto entwickelt wurde und nur elf Zentimeter länger ist, hat dank seiner Flexibilität das Zeug zum Bestseller: Er lockt mit Platz, Transparenz, Sparsamkeit und leichtem Handling, verpackt in einem ansprechenden Äußeren, das auf den ersten Blick sofort an den Mini Countryman erinnert.

Fiat 500L - der größte 500er aller Zeiten

Fiat 500L - der größte 500er aller Zeiten

Fiat 500L verspricht viel Platz

Zu den Einzelheiten: Bis zu fünf Zwei-Meter-Männer und noch einmal fünf Standardtrolleys sollen bequem im 4,14 Meter langen, 1,78 Meter breiten und 1,66 Meter hohen 500L Platz finden. Das können wir so nicht nachprüfen, die Testerin misst ja nur 1,72 Meter, und auch entsprechendes Gepäck hat sie gerade nicht zur Hand. Fakt ist aber: Der Innenraum vermittelt das Gefühl, dass an den Versprechen der Fiat-Verantwortlichen was dran ist. Die hintere Sitzreihe ist für langbeinige Passagiere längs verschiebbar. Bei Bedarf lässt sie sich mit wenigen Handgriffen komplett versenken. So sollen ein 2,40-Meter-Ikea-Regal oder ein Kühlschrank bequem Platz finden. Luftigkeit regiert im Fond – erreicht durch zusätzliche Fenster in den A-Säulen und durch das Panoramafenster (mit 1,5 Quadratmetern das größte in diesem Segment), das sich bis zur Mitte elektrisch öffnen lässt.

Multifunktionslenkrad

Wir haben inzwischen hinterm Multifunktionslenkrad Platz genommen und stellen zufrieden fest: Alles ist, wo es hingehört. Die Instrumente sind durchdacht angebracht, die Fünfgangschaltung ist prima erreichbar, der leicht zu bedienende 5-Zoll-Touchscreen ist gut einsehbar. Eingebettet ist die Bordtechnik in ein farbenfrohes Cockpit.

Drei Triebwerke stehen zum Marktstart (in Deutschland Ende Oktober) zur Verfügung. Angeboten werden ein 0,9 TwinAir mit 105 PS, ein 1,4 16V mit 95 PS und ein Turbodiesel 1.3 16V Multijet II mit 85 PS. Wir entscheiden uns für den TwinAir, auf den die Italiener wegen seiner Umweltverträglichkeit (C0-Wert von 112 g/km) sehr stolz sind. Er tuckert noch immer wie eine Nähmaschine, doch wenn man sich daran gewöhnt hat, genießt man die Spritzigkeit des Antriebs.

Die Preise für den 500L stehen bislang noch nicht fest. In Italien startet er mit 15.500 Euro.

Fazit

Der 500L ist nicht nur Blickfang, sondern gefällt vor allem durch seine intelligenten Lösungen für Alltagssituationen jeder Art. Fehlt eigentlich nur noch ein Pizzaofen…

K. Basaran

Mamma mia, Minivan! Der neue Fiat 500L

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