Im Test

Citroën C4 Aircross: Ganz schön kompakt

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Styling-Test bestanden: Die äußere Schale des Citroën C4 Aircross ist durchaus gelungen, innen allerdings offenbart der Franzose einige Schwächen - vor allem im Alltag.

Der Citroën C4 Aircross ist der erste kompakte SUV des französischen Autobauers, der es hierzulande mit Tiguan & Co. aufnehmen soll. Was er teilweise auch kann:

Luftige Aussicht: Autor Oliver Menner genoss das Panoramadach

Der Citroën C4 Aircross ist der erste kompakte SUV des Er sieht gut aus, fährt sich echt klasse, ist ’ne Ecke günstiger als die Konkurrenz. Dafür braucht er aber auch leider recht ordentlich Sprit, enttäuscht in einigen Details - und vor allem in einem recht entscheidenden: beim Platzangebot! Schnittig und schick: breiter Kühlergrill, seitliche Lufteinlässe, dicke Radkästen über den 18-Zoll-Leichtmetallern - das C4-Chassis ist wuchtig-markant aber dank der feingeschwungenen Dachlinie gleichzeitig elegant. Ein SUV mal als echte Augenweide. Franzosentypisch stylish geht’s innen weiter: bequeme Ledersitze, aufgeräumtes, luftiges Cockpit. Jeder Knopf passt, kein überflüssiges Schnickschnack-Rumgehebel wie sonst oft bei unseren

Citroën C4 Aircross HDi 150 4WD

Leistung: 150 PS Höchstgeschw.: 198 km/h 0 auf 100 km/h: 11,2 Sek. Hubraum: 1798 ccm max. Drehmoment: 300 Nm bei 2000 bis 3000 U/min Verbrauch kombiniert im Test: 7,8 l/100km Tankinhalt: 76 Liter Leergewicht: 1570 kg Kofferraumvolumen: 442 l Basispreis: 31.790 Euro

linksrheinischen Nachbarn. Die Mittelkonsole in dunklem Edellack, dazu ein griffiges Sportlenkrad. Das alles wirkt souverän-sportiv, eher ober- als mittelklassig, und selbst der verbaute Kunststoff fügt sich optisch fein ins Auf-der-Höhe-der-Zeit-Design (macht allerdings akustisch Ärger: Ab etwa 130 fängt’s rund ums Armaturenbrett lästig an zu schwingen). Wir trösten uns mit einem himmlischen Hingucker: Die leuchtkettengerahmte Panorama-Scheibe oben (850 Euro optional) macht feinste Fahrlaune. Dazu gibt’s im Hifi-Paket (2950 Euro) reichlich Hightech-Genästel wie Bluetooth, USB- und Aux-Anschlüsse rund ums rot leuchtende Touchscreen-Navi mit Radio, CD …

 Moderner-Styling-Test: 1 a bestanden! Mit typischem Turbobrummen geht’s spritzig und nicht gerade leise ab. Wer das mag, hat mächtig Spaß am hurtigen Anzug des Frontrieblers. Das 1,8-Liter-Dieselaggregat des Konzernpartners Mitsubishi (ASX) bringt mit seinen 150 PS hervorragende Leistung und den SUV problemlos auf die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h. Im Allrad-Modus geht’s dann dank automatischer Kraftverteilung auf Front und Heck deutlich ruhiger dahin. Ein Bergstümer ist der C4 nicht.

Trés chic: Das Cockpit des C4 wirkt aufgeräumt und gleichzeitig edel.

Den Normverbrauch von 5,6 Litern Diesel auf 100 Kilometer haben wir auch mit Start-Stopp-Automatik nie erreicht. Im Test schrammten wir immer hart an der 8-Liter-Grenze vorbei. Trotz seiner beachtlichen 4,43 Meter Länge enttäuscht der Mittelklasse-Offroader aber, wenn es um Stauraum hinten und den Platz in der zweiten Reihe geht. Vorne haben es Passagiere in Länge und Breite geradezu ideal erwischt, für Kinder ist’s hinten noch okay, für (große) Erwachsene heißt es aber hinten schon: Kopf einziehen! Der Nachteil der tief gezogenen Dachlinie macht sich hier und im Laderaum (442 Liter Volumen) bemerkbar. Ein bisschen mehr hätte bei dem doch stattlichen Preis (unser Testwagen hätte 34 000 Euro gekostet) schon drin sein müssen.

Oliver Menner

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