Rechtsgerichteter Abgeordneter wählte Köhler

Bundespräsident
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Daer aus der CDU / CSU -Bundestagsfraktion ausgetretene Abgeordnete Henry Nitzsche.

Berlin - Der 2006 nach rechtslastigen Äußerungen aus der CDU / CSU -Bundestagsfraktion ausgetretene Abgeordnete Henry Nitzsche hat am Samstag für Bundespräsident Horst Köhler gestimmt.

“Unser Präsident ist ein guter Repräsentant unseres Vaterlandes ­ gegenüber dem ganzen deutschen Volk und vor aller Welt“, begründete Nitzsche am Montag seine Entscheidung in einer Mitteilung. Seine Stimme sei auch bitter nötig gewesen, “denn die CDU in Sachsen hat ihm ja zwei Delegierte zur Bundesversammlung weniger geschickt“.

Der inzwischen fraktionslose sächsische Abgeordnete, der seit 2002 im Bundestag sitzt, war immer wieder mit umstrittenen Äußerungen aufgefallen. 2006 sprach Nitzsche mit Blick auf die Nazi-Zeit von einem “Schuldkult“. Die einstige rot-grüne Bundesregierung bezeichnete er als “Multi-Kulti-Schwuchteln“, von denen Deutschland nie wieder regiert werden dürfe. Köhler war von der Bundesversammlung im ersten Wahlgang mit der gerade für eine absolute Mehrheit erforderlichen Stimmenzahl von 613 gewählt worden.

dpa

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