Zieht Griechen-Krise auch andere Länder mit in den Abgrund?

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Euro-Gruppen-Präsident Jean-Claude Juncker befürchtet, dass die Griechische Schulden-Krise andere Länder mit in den Abgrund ziehen könnte.

Luxemburg - Euro-Gruppen-Chef Juncker befürchtet, dass die Griechische Schulden-Krise andere Länder mit in den Abgrund ziehen könnte. Juncker meint, dass es Portugal, Irland, Belgien und Italien treffen könnte.

Euro-Gruppen-Präsident Jean-Claude Juncker hat davor gewarnt, dass die Beteiligung privater Gläubiger an weiteren Finanzhilfen für Griechenland dazu führen könnte, dass die Ratingagenturen das Land als “zahlungsunfähig“ einstufen. Das könnte extreme Folgen für andere Staaten in der Währungsgemeinschaft haben - darunter Belgien und Italien. “Die Pleite kann Portugal anstecken und Irland und dann wegen der hohen Schulden auch Belgien und Italien, noch vor Spanien“, sagte der luxemburgische Premierminister der “Süddeutschen Zeitung“ (Wochenendausgabe).

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Dem “Luxemburger Wort“ (Samstag) sagte Juncker, es habe sich gezeigt, “dass Ratingagenturen und andere Marktteilnehmer potenziellen Verlängerungseffekten einer falschen Behandlung der griechischen Schuldenkrise eine enorme Aufmerksamkeit widmen“.

“Ansätze, die sich unterhalb des Risikoniveaus einer Kreditausfallsbewertung durch Ratingagenturen bewegen, werden vorgezogen. Das sehen auch Berlin und Paris so“, sagte Juncker. Jede Beteiligung privater Gläubiger müsse deshalb freiwilliger Natur sein. “Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass die Regierungen massiv Druck auf die Griechenland-Investoren machen und nur nach außen hin den Anschein wahren würden, es handele sich um eine freiwillige Aktion.“

dpa

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