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Al-Kaida-Chef al-Sawahiri durch US-Drohne in Kabul getötet - Taliban spricht von „Luftangriff“

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Von: Helena Gries

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Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri wird bei einem US-Drohnenangriff in Kabul getötet. Mit dem Angriff wurde laut US-Präsident Joe Biden „Gerechtigkeit geübt“.

Washington/Kabul – Die USA haben bei einem Drohnenangriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul den Anführer der Terrororganisation Al-Kaida, Aiman al-Sawahiri, getötet. „Es wurde Gerechtigkeit geübt und dieser Terroristenanführer lebt nicht mehr“, sagte US-Präsident Joe Biden am Montagabend (1. August) bei einer Fernsehansprache. Al-Sawahiri galt als eine zentrale Figur hinter den Anschlägen vom 11. September 2001.

Der 71-Jährige sei am frühen Sonntagmorgen auf dem Balkon eines Hauses in Kabul durch zwei von einer Drohne abgefeuerte Raketen vom Typ Hellfire getötet worden, sagte eine ranghohe Vertreterin der US-Regierung gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Der erfolgreiche Einsatz sei laut Biden ein klares Signal an jeden Feind der USA: „Egal, wie lange es dauert, egal, wo du dich versteckst: Wenn du eine Bedrohung für unsere Bevölkerung bist, werden die USA dich finden und ausschalten.“

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Bidens Angaben zufolge hatten die US-Geheimdienste den einstigen Stellvertreter von Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden in diesem Jahr aufgespürt. Er sei „in die Innenstadt von Kabul“ gezogen, um wieder mit seiner Familie zusammenzuleben. Biden sagte, er habe einen „Präzisionsschlag“ gegen den Al-Kaida-Anführer genehmigt und vor einer Woche das endgültige grüne Licht gegeben. „Die Mission war ein Erfolg“, sagte Biden. „Keiner seiner Verwandten wurde verletzt und es gab keine zivilen Opfer.“

Al-Sawahiri hatte die Führung von Al-Kaida nach dem Tod von Osama bin Laden übernommen, den US-Spezialeinheiten 2011 in Pakistan getötet hatten. Der in Ägypten geborene Mediziner hatte zwar nicht bin Ladens Charisma, war dafür aber für seine analytischen Fähigkeiten bekannt. Er galt als eine zentrale Figur hinter den mit entführten Flugzeugen verübten Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA. Washington hatte ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.

Tötung von Al-Kaida-Chef al-Sawahiri: Taliban verurteilten Angriff der USA

Ein US-Regierungsvertreter warf den Taliban vor, al-Sawahiris Aufenthalt in Kabul sei ein „klarer Verstoß“ gegen das Abkommen von Doha aus dem Jahr 2020 gewesen. Das unter Bidens Vorgänger Donald Trump geschlossene Abkommen hatte den Weg für den US-Abzug aus Afghanistan bereitet. Die Taliban hatten unter anderem einen Bruch mit Al-Kaida zugesagt.

Das undatierte Standbild aus einer Videobotschaft zeigt den Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri.
Al-Kaida-Chef al-Sawahiri soll bei einem US-Drohnenangriff in Kabul getötet worden sein. (Archivbild) © dpa

Die radikalislamischen Taliban warfen den USA einen „Luftangriff“ auf ein Haus im Kabuler Stadtteil Scherpur vor. Das schrieb Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid auf Twitter. Die Taliban verurteilten den Angriff als Bruch internationaler Prinzipien und des Vertrages zum Abzug der US-Truppen aus Afghanistan. (hg/AFP)

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