Umfrage: Union rutscht unter 30 Prozent

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Kein Grund zur Freude für CDU-Chefin Angela Merkel und CSU-Boss Horst Seehofer. Die Union ist bei einer Umfrage auf unter 30 Prozent gefallen.

Berlin - Erstmals seit zehn Jahren ist die Union unter die 30-Prozent-Marke gefallen. Die FDP konnte einen Punkt gutmachen. Großer Gewinner ist die SPD - sie ist der CDU dicht auf den Fersen. Die Zahlen:

Das ergab der Forsa-Wahltrend. In der Umfrage für das Magazin “Stern“ und RTL verloren CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und kommen nur noch auf 29 Prozent. Die FDP gewinnt in der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung einen Punkt, bleibt mit 5 Prozent aber weiterhin schwach.

Mit insgesamt 34 Prozent verharrt Schwarz-Gelb wie in der Vorwoche auf dem niedrigsten Wert, den das Institut seit Beginn seiner kontinuierlichen Erhebungen für den “Stern“ 1986 für die drei Parteien gemeinsam gemessen hat. Unter 30 Prozent lag die Union im Stern-RTL-Wahltrend zuletzt Anfang 2000 auf dem Höhepunkt der CDU- Spendenaffäre - bei der Bundestagswahl im September 2009 hatte sie 33,8 Prozent erreicht.

Die dicksten Parteispenden seit der Wahl

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Die SPD hält in der Umfrage ihr Jahreshoch von 28 Prozent, zum ersten Mal seit langer Zeit liegen die Sozialdemokraten nur noch einen Prozentpunkt hinter der Union. Auch die Werte der zwei anderen Oppositionsparteien änderten sich nicht: Die Grünen verteidigen ihr Rekordhoch von 19 Prozent, die Linke verharrt bei 11 Prozent.

Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, könnten SPD und Grüne (zusammen 47 Prozent) erneut mit einer absoluten Mehrheit der Mandate rechnen. Insgesamt hat die Opposition aus SPD, Grünen und Linkspartei mit zusammen 58 Prozent weiter einen Vorsprung von 24 Prozentpunkten vor Union und FDP.

dpa

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