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Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht auf Donnerstag

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Von: Vincent Büssow

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Im Ukraine-Krieg kommt Putin seinem Kriegsziel der Einnahme von Luhansk näher. Auch die Ukraine meldet jedoch Erfolge im Kampf um besetztes Territorium.

Kiew – Russland hat seinen Vormarsch im Osten der Ukraine fortgesetzt, wobei die bedeutende Großstadt Sjejwerdonezk zu immer größeren Teilen unter die Kontrolle der Angreifer gerät. Auch die Ukraine meldete jedoch Erfolge im Kampf um das eigene Territorium. Währenddessen kündigte der Bundeskanzler die schnelle Lieferung hochmoderner Waffen an die Ukraine an.

Der Ukraine-Krieg geht am Donnerstag (02. Juni) in den 99. Tag. Der Fokus liegt dabei auf der Großstadt Sjejwerdonezk im Osten des Landes. Die Stadt wird von der Ukraine als Verwaltungszentrum für den Teil des Gebietes Luhansk genutzt, das noch nicht von Russland eingenommen wurde. Seit Wochen wird um die strategisch wichtige Stadt gekämpft, wobei nun sowohl Russland als auch die Ukraine ähnliche Entwicklungen melden.

„Erfolg“ für Russland im Ukraine Krieg: Verwaltungszentrum von Luhansk weiter umkämpft

So gestand das Militär der Ukraine einen „teilweisen Erfolg“ der russischen Truppen bei der Einnahme von Sjejwerodonezk ein. Russland habe die Kontrolle über den östlichen Teil der Stadt, teilte der Generalstab mit. Von der Seite der prorussischen Seperatisten in der Region heißt es, dass sie bereits mehr als 70 Prozent der Stadt unter ihre Kontrolle gebracht hätten. Sollte Russland die Stadt einnehmen, würden die Angreifer die komplette Region Luhansk kontrollieren – eines der Ziele von Wladimir Putin im Ukraine-Konflikt.

Soldaten liegen auf einem Panzer und sitzen Fahrzeugen in den Außenbezirken der Stadt, in der Nähe von Sjejwerodonezk .
In Luhansk rückt Russland seinem Kriegsziel der Einnahme der Region näher. Noch verteidigt die Ukraine einen Teil der bedeutenden Stadt Sjejwerodonezk. (Archivbild) © Rick Mave / dpa

Ukraine meldet Erfolge im Krieg – Russland setzt Blockaden im Schwarzen Meer fort

Die Ukraine meldet allerdings auch eigene Erfolge. So berichtet das Militär von der Rückeroberung von 20 Ortschaften im besetzten Gebiet Cherson im Süden des Landes. Am Donnerstag berichtet der Generalstab außerdem von weiteren Kämpfen in verschiedenen Regionen. So sollen die Truppen aus Russland an der gesamten Frontlinie in Donezk mit Mörsern und Artillerie auf die ukrainischen Soldaten schießen. Auch vom Schwarzen Meer aus soll Russland seine Angriffe und Blockaden fortsetzen.

Um der überlegenen Militärmacht Russlands entgegenzutreten, fordern Politiker um den Präsidenten Wolodymyr Selenskyj immer wieder die Lieferung von Langestreckenwaffen an die Ukraine. Insbesondere die Bundesregierung in Deutschland wird dabei häufig kritisiert, da Entscheidungen und Lieferungen zu viel Zeit benötigen würden. Bundeskanzler Olaf Scholz hat nun angekündigt, mehrere hochmoderne Flugabwehrsysteme in das angegriffene Land zu senden. Ein genaues Lieferdatum nannte er nicht. (vbu/dpa)

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