1. az-online.de
  2. Politik

Explosionen erschüttern strategisch wichtige Hafenstadt Odessa – das geschah in der Nacht

Erstellt:

Von: Franziska Schwarz

Kommentare

Ukraine-Krieg: Ein Soldat steht im März 2022 am Strand von Odessa mit Stacheldraht und Panzersperren.
Aufnahme vom 22. März: ein ukrainischer Soldat am Strand von Odessa © Vincenzo Circosta/ZUMA Press Wire Service/dpa

Die Truppen von Putin ziehen sich nach fünf Wochen aus der Region um Kiew zurück. Die ukrainische Seite meldet in einem Ort Dutzende tote Zivilisten. Die Entwicklungen der Nacht im Überblick.

Kiew/Moskau - Die Entwicklungen in der Nacht im eskalierten Ukraine-Konflikt*: Die ukrainische Armee meldet die wieder volle militärische Kontrolle über die Region Kiew. In den Verhandlungen mit Russland macht sich die Seite von Wolodymyr Selenskyj Hoffnung auf ein persönliches Treffen mit Wladimir Putin*.

Ukraine-Krieg-News:

Aus Odessa sind am Sonntag mehrere Explosionen gemeldet worden. Die Detonationen in der Stadt waren am frühen Morgen zu hören, wie ein AFP-Reporter berichtete. Zudem waren mindestens drei schwarze Rauchsäulen und Flammen vermutlich über einem Industriegebiet zu sehen.

Die Metropole ist der größte Hafen der Ukraine und zentral für die Wirtschaft des gesamten Landes.

Ukraine-Krieg-News: Selenskyj-Berater beklagt getötete Zivilisten in Butscha

Ukrainische Truppen entdeckten in der zurückeroberten Stadt Butscha nordwestlich von Kiew Dutzende tote Zivilisten. Viele von ihnen seien von russischen Soldaten erschossen worden, twitterte Präsidentenberater Mychajlo Podoljak. „Sie waren nicht beim Militär, sie hatten keine Waffen, sie stellten keine Bedrohung dar“, schrieb er. „Wie viele derartige Fälle ereignen sich gerade in den besetzten Gebieten?“

Unterdessen wurden rund 280 Zivilisten in Butscha in einem Massengrab beerdigt. Die Leichen konnten während der russischen Besatzungszeit nicht beigesetzt werden, verlautete nach Angaben der Ukrajinksa Prawda aus der Verwaltung. Alle Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

Ukraine-Krieg: Polen offen für Stationierung von US-Atomwaffen

Polens Vize-Regierungschef Jaroslaw Kaczynski sagte, er sei angesichts des Kriegs offen für eine Stationierung amerikanischer Atomwaffen in seinem Land.. Das sagte er der „Welt am Sonntag“ vom 3. April.

US-Geheimdienstexperten vermuteten im Gespräch mit dem Sender CNN, dass Russlands Präsident Putin einen Erfolg im Osten der Ukraine bis spätestens Anfang Mai anstrebt, um diesen bei der Siegesparade zum 9. Mai - zu den jährlichen Feiern zum Ende des Zweiten Weltkriegs - öffentlichkeitswirksam zu feiern.

Ukraine-Krieg-News: Selenskyj erwartet russische Angriffe im Osten und Süden

Der ukrainische Präsident Selenskyj erwartet nun heftige russische Angriffe im Osten und Süden. „Was ist das Ziel der russischen Armee? Sie wollen sowohl den Donbass als auch den Süden der Ukraine erobern“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft in der Nacht zum 3. April. „Und was ist unser Ziel? Wir wollen uns, unsere Freiheit, unser Land und unsere Menschen schützen.“

Um den russischen Plänen entgegenzuwirken, werde die Abwehr der ukrainischen Streitkräfte in östlicher Richtung verstärkt. „Und das wohl wissend, dass der Feind Reserven hat, um den Druck zu verstärken.“ (frs/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare