Türkei will mehr im Ausland spionieren

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Die Türkei will die Auslandsspionage ausbauen.

Istanbul - Der türkische Geheimdienst MIT soll zu einem schlagkräftigen Apparat für eine bessere Auslandsspionage umgebaut werden. Damit sollen türkisch Interessen im Ausland geschützt werden.

Entsprechende Reformvorschläge habe der neue Vizechef der Organisation, Hakan Fidan (42), zu seinem Amtsantritt unterbreitet, berichteten türkische Zeitungen am Donnerstag. Fidan wolle eine Doppelstruktur mit einem Inlands- und einem Auslandsgeheimdienst, um die türkische Außenpolitik besser zu unterstützen.

Vorbild sei der US-Auslandsgeheimdienst CIA, hieß es in den Berichten. Die Türkei müsse in die Lage versetzt werden, internationale Abkommen besser zu überwachen, Verteidigungspläne zu erstellen, bessere Wirtschaftsspionage zu betreiben, türkische Interessen im Ausland zu schützen, die eigenen Justizbehörden zu unterstützen und der Regierung im “Informationskrieg“ zu helfen.

Fidan gilt als möglicher Nachfolger des MIT-Chefs Emre Taner. Er war bis zum Jahr 2001 rund 15 Jahre lang Offizier in der türkischen Armee und in dieser Zeit auch im Stab der schnellen NATO-Eingreiftruppe ARRC in Deutschland stationiert. Fidan hat auch als Berater und Wissenschaftler gearbeitet und sich dabei mit Geheimdienstfragen befasst.

dpa

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