US-Präsident könnte das System umgehen

Insider enthüllt Trumps möglichen Geheimplan mit Tochter Ivanka nach der US-Wahl - folgt dazu sein Rücktritt?

US-Präsident Donald Trump hat sich offenbar schon eine Nachfolgerin gesucht. Demnach könnte er das wohl mächtigste Amt der Welt in der Familie halten.

  • In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch fanden in den USA die Präsidentschaftswahlen* statt.
  • Donald Trump* wollte sein Amt möglichst lange halten - doch dann wurde Joe Biden als Gewinner bekannt gegeben.
  • Als seine Nachfolgerin hatte er sich, laut eines ehemaligen Insiders, seine Tochter Ivanka ausgeguckt.

Update vom 7. November 2020: Joe Biden ist der President-Elect der USA. CNN und andere Medien haben seinen Wahlsieg verkündet - die Straßen der USA sind voller feiernder Menschen. Was Donald Trump nun vorhat, wie sein neuer Plan aussieht ist noch völlig unklar. Sicher ist nur: Bisher möchte er das Ergebnis nicht anerkennen - stattdessen geht er erst mal einem seiner Hobbys nach.

Erstmeldung vom 2. November 2020: München - In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wird die ganze Welt auf die Vereinigten Staaten blicken. Dort wird mit dem US-Präsidenten der wohl mächtigste Mann der Welt gewählt. Ein Begriff, der Donald Trump* gut gefällt und den er gerne weiter innehaben möchte. Dass der 45. Präsident der USA* nämlich ein ausgeprägtes Ego hat, dürfte mittlerweile auch politisch-uninteressierten Bürgern bekannt sein.

So ist es auch nicht überraschend, dass sich Trump dagegen sträubt, das Amt jemals wieder aufzugeben. Mehrere Experten haben die Befürchtung, dass der 74-Jährige eine mögliche Wahl-Niederlage gegen Joe Biden nicht anerkennen könnte. Außerdem träumt er schon seit geraumer Zeit von einer dritten Amtsperiode. Dies ist laut des 22. Zusatzartikels der US-Verfassung* allerdings verboten:

Wird Ivanka Trump die Nachfolgerin ihres Vaters?

Ehemaliger Trump-Insider verrät: Ivanka Trump könnte Nachfolgerin werden

„Niemand darf mehr als zweimal zum Präsidenten gewählt werden. Niemand, der länger als zwei Jahre der Amtszeit, für die eine andere Person zum Präsidenten gewählt worden war, das Amt des Präsidenten innehatte oder dessen Geschäfte wahrnahm, darf mehr als einmal in das Amt des Präsidenten gewählt werden“, heißt es.

Wenn Donald Trump* 2024 also nicht persönlich in eine dritte Amtszeit gehen kann, aber weiter an der Macht bleiben möchte, könnte er das Amt einfach in der Familie halten. Wie Anthony Scaramucci nun gegenüber der Sun verriet, hat er sich dafür schon seine Tochter Ivanka Trump ausgeguckt. Der ehemalige Kommunikationsdirektor Trumps, der in seiner kurzen Amtszeit von nur zehn offiziellen Tagen direkt dem Präsidenten unterstellt war, glaubt, dass sich das US-Staatsoberhaupt schon entsprechende Pläne ausgedacht habe.

Ivanka Trump als US-Präsidentin? Donald Trump müsste Mike Pence aus dem Amt kegeln

„Er könnte Mike Pence* aus dem Amt des Vize-Präsidenten treiben und seine Tochter Ivanka dafür einsetzen“, so der ehemalige Trump-Insider. „Er würde dann sechs bis acht Monate vor dem Ende seiner Amtszeit zurücktreten und sie zur ersten Frau im Präsidentenamt machen. Als Amtsinhaberin könnte sie dann in den Wahlkampf gehen.“ Laut Scaramucci sei es Ivanka, die er „von allen Trumps als seinen Nachfolger sieht“. Ihm würde es gefallen, den Namen Trump mit der ersten US-Präsidentin der Geschichte in Verbindung zu sehen.

Vor der Umsetzung seines möglichen Plans stellen sich Trump allerdings noch zwei Hürden in den Weg. Erst muss er nämlich die Wahl gegen Joe Biden* gewinnen. Außerdem gibt es da noch den 25. Zusatzartikel der Verfassung. Die sieht zwar vor, dass der Präsident eine/n Vize-Präsident/in ernennen kann und der- oder diejenige die vakante Position des Präsidenten einnehmen würde. Allerdings müssen beide Kammern des Kongresses der Ernennung zustimmen. Ob dies bei der Ernennung Ivanka Trumps geschehen würde, ist fraglich.

US-Wahl 2020: Scaramucci zweifelt an Wiederwahl Donald Trumps

Dafür spricht allerdings, dass Trump seine Tochter schon beim jetzigen Wahlkampf als eine Art „Geheimwaffe“ einsetzt. Die 39-Jährige tourt kurz vor der Wahl durch die Staaten, um vor allem die Stimmen der Frauen im Land zu sichern. Läuft die Wiederwahl 2020 erfolgreich, könnten ihr während der zweiten Amtsperiode ihres Vater weitere und wichtigere Kompetenzen zugesprochen werden, die sie als „wichtigste Frau der Welt“ besser qualifizieren würden.

Scaramucci zweifelt allerdings daran, dass Trump gegen Biden gewinnt. Der Umfrage-Vorsprung* Bidens sei der größte seit der Wiederwahl von Bill Clinton im Wahlkampf gegen den Republikaner Bob Dole 1996. „Diesmal ist Trump der polarisierende Kandidat. Trump ist diesmal die Hillary Clinton dieses Wahlkampfes. Die Menschen stehen zwölf Stunden lang in einer Schlange, um ihn aus dem Amt zu wählen.“

Anthony Scaramucci: Bei Donald Trump „kann man nie wissen, was passiert“

Zwar ist Scaramucci Republikaner, hofft aber trotzdem auf eine Niederlage Trumps. Schließlich musste er seine Stellung als Kommunikationschef nach nur zehn Tagen, und vor seiner offiziellen Ernennung, wieder abgeben. Trump attackierte ihn zuletzt 2019 öffentlich und nannte ihn einen „unfähigen Loser“. Er würde, wie andere „sogenannte TV-Experten“, nichts über ihn wissen.

Trotz seiner Zweifel und seiner Probleme gegenüber dem Präsidenten, gesteht sich Scaramucci aber kurz vor der Wahl doch noch ein: „Es ist Trump, man kann nie wissen, was passiert.“ Es ist also durchaus möglich, dass wir den Namen Trump noch für längere Zeit mit dem Präsidentenamt verbinden werden. Mit welchem Vornamen auch immer. (ta) Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Shawn Thew/dpa

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