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Trump fordert von Putin schädliche Informationen zu Biden

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Donald Trump
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump. © Hyosub Shin/Atlanta Journal-Constitution via AP/dpa

Vorwürf gegen den Sohn von US-Präsident Biden hat Ex-Präsident Donald Trump schon im Wahlkampf zu lancieren versucht. Nun will der Republikaner Biden direkt attackieren - und fordert von Putin Unterstützung.

Washington - Der frühere US-Präsident Donald Trump hat Russlands Staatschef Wladimir Putin aufgefordert, Informationen zu angeblichen Zahlungen an die Familie seines Nachfolgers, Präsident Joe Biden, zu veröffentlichen.

In einem Interview mit dem stramm konservativen Sender Real America's Voice behauptete Trump, Biden und dessen Sohn Hunter hätten „beide“ von der Frau des Bürgermeisters von Moskau 3,5 Millionen US-Dollar erhalten. Das sei „viel Geld“ und die Frage sei, wofür es bezahlt worden sei.

„Also ich würde davon ausgehen, dass Putin die Antwort weiß. Ich denke, er sollte es veröffentlichen. Ich finde, wir sollten die Antwort kennen“, sagte Trump in einem am Dienstagabend (Ortszeit) veröffentlichten TV-Interview. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine war in dem knapp 30 Sekunden langen Ausschnitt des Gesprächs kein Thema.

Schon im Wahlkampf Stimmung gemacht

Der Republikaner Trump hatte auch im Wahlkampf 2020 immer wieder Vorwürfe gegen Hunter Biden instrumentalisiert, um gegen seinen demokratischen Herausforderer Stimmung zu machen. Von Zahlungen an Joe Biden selbst war hingegen bislang nicht die Rede. Hunter Biden erhielt Beratungshonorare aus dem Ausland während sein Vater bis 2016 unter Barack Obama Vizepräsident gewesen war. Trotz Untersuchungen und einer laufenden steuerrechtlichen Ermittlung wurde Hunter Biden bislang kein gesetzeswidriges Verhalten zur Last gelegt.

Die Vorwürfe bezüglich der angeblichen Zahlung von 3,5 Millionen Dollar stammten ursprünglich wohl aus einer Untersuchung der Republikaner im Senat. Darin hieß es, eine von Hunter Biden mitgegründete Firma habe das Geld 2014 von Elena Baturina erhalten, der Frau des früheren Bürgermeisters von Moskau, Juri Luschkow. Einem Faktencheck des Senders CNN zufolge hat Hunter Biden die Vorwürfe zurückgewiesen. Er sei weder Miteigentümer noch Mitgründer der Firma gewesen, die das Honorar erhalten habe, wurde sein Anwalt zitiert.

Im Juli 2019 hatte Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat erfolglos dazu gedrängt, wegen angeblich fragwürdiger Geschäfte Hunter Bidens in dem Land Ermittlungen anzukündigen. Es war der Beginn der Ukraine-Affäre, die zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump führte, das dieser nur dank der Mehrheit seiner Republikaner im Senat überstand. dpa

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