Trauerfeier für getöteten Soldaten in Kundus

Kundus - Im nordafghanischen Kundus hat die Bundeswehr am Samstag mit einer Trauerfeier Abschied von dem vor zwei Tagen getöteten deutschen Soldaten genommen.

Wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam berichtete, fand die 45-minütige Gedenkfeier im Ehrenhain des deutschen Stützpunkts in Kundus statt. Militärpfarrer Bernd Göde und Bataillonskommandeur Christian von Blumröder sprachen Worte des Gedenkens. Anschließend wurde der Leichnam des 26 Jahre alten Oberfeldwebels ins usbekische Termes geflogen. Von dort sollte er noch am Samstag nach Deutschland gebracht werden.

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Anschlag: 14 verletzte Bundeswehr-Soldaten

Am Sonntag ist ein Gedenkgottesdienst im niedersächsischen Selsingen, der Heimatgemeinde des Fallschirmjägers, vorgesehen. Der Oberfeldwebel war am Donnerstag bei einem Selbstmordanschlag der Taliban in der Unruheprovinz Baghlan ums Leben gekommen. 14 deutsche Soldaten wurden dabei verletzt. Damit stieg die Zahl der toten Bundeswehrsoldaten seit Beginn des Einsatzes in Afghanistan auf 44.

Im Westen Afghanistans sind am Samstag mindestens vier italienische Soldaten bei einem Angriff der Taliban ums Leben gekommen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Rom mit. Die Soldaten waren in einem Konvoi von insgesamt 70 italienischen Fahrzeugen der Schutztruppe ISAF in der Provinz Farah unterwegs, als eine Bombe am Straßenrand explodierte. Damit ist die Zahl der getöteten italienischen Soldaten in Afghanistan auf 34 gestiegen.

dpa

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