Thaksin soll doch nicht von Amnestie profitieren

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Thaksin Shinawatra soll doch nicht von Amnestie profitieren

Bangkok - Entegegen aller Erwartungen soll Thailands flüchtiger Ex-Regierungschef Thaksin Shinawatra soll doch nicht von einer geplanten Amnestie profitieren. Denn bei ihm trifft eine wichtige Voraussetzung nicht zu.

Thailändische Medien berichteten am Montag unter Berufung auf Justizminister Pracha Promnok, dass die Amnestie den Ex-Regierungschef nicht miteinschließe. “Flüchtige Verurteilte sind ausgenommen“, sagte er nach Angaben der Zeitung “Nation“.

Die Regierung - unter Thaksins Schwester Yingluck als Regierungschefin - bereitet die Amnestie zu Ehren des 84. Geburtstags von König Bhumibol Adulyadej am 5. Dezember vor. Auf der Liste sollen 26.000 Namen stehen.

Nach wie vor beim Volk sehr beliebt

Von einer Kabinettssitzung hinter verschlossenen Türen sickerte vergangene Woche durch, dass Verurteilte über 60 Jahre mit weniger als drei Jahren verbleibender Haft begnadigt werden sollen. Medien meinten, das Gesetz sei geradezu auf Thaksin zugeschnitten. Er ist 62 und war 2008, zwei Jahre nach seinem Sturz, wegen Amtsmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Er flüchtete vor dem Urteil ins Exil. Die Opposition protestierte gegen die Pläne.

Thaksin ist im Land nach wie vor populär. Seine Schwester gewann die Wahlen mit der Pheu Thai-Partei unter den Slogan: “Thaksin denkt, Pheu Thai macht“. “Ich bin bereit, mein eigenes Glück zu opfern“, schrieb er am Sonntag in einem offenen Brief. “Ich unterstütze alles, was zu einer nationalen Versöhnung beiträgt und will nichts sehen, was die Atmosphäre vergiftet.“

dpa

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