Schweiz: Aufsichtsbehörde prüft AKWs

Bern - Die Schweizer Atomaufsichtsbehörde will den Notfallschutz optimieren. Dies ist eine der Lehren aus der Analyse der Katastrophe von Fukushima. Insgesamt lässt die Behörde 37 Punkte klären, die für Schweizer Kernkraftwerke relevant sind.

Geprüft werden die Auslegung der Anlagen, das Notfallmanagement, die Aufsicht, der Strahlenschutz und die Sicherheitskultur, wie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) am Montag mitteilte. Von den 37 Punkten seien 13 bereits umgesetzt worden. So wurden die fünf Schweizer Atomkraftwerke bereits auf die Sicherheit gegen ein Extrem-Hochwasser untersucht.

Bis im März 2012 müssen sie zudem nachweisen, dass sie einem starken Erdbeben standhalten können. Bis zu diesem Datum müssen die AKW-Betreiber zudem zeigen, dass sie gegen ein Extrem-Erdbeben in Kombination mit einem Bruch eines Staudamms gewappnet sind.

Grundlage der Prüfpunkte ist eine Analyse des ENSI über das Verhalten von Mensch, Technik und Organisation beim Unfallgeschehen in Fukushima. Durch ein verheerendes Erdbeben und einen anschliessenden Tsunami war die Atomanlage in Fukushima am 11. März 2011 schwer beschädigt worden. Zehntausende Menschen mussten die verstrahlten Gebiete rund um das Kraftwerk verlassen.

dapd

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