Röttgen berät Solarförder-Kürzung

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Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) spricht im Mai 2010 in der Deutsche Solar AG in Freiberg.

Berlin - Die Solarbranche geht laut einem Zeitungsbericht mit einem eigenen Kürzungsvorschlag in die Verhandlungen mit der Bundesregierung. Was Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will:

Wie die “Financial Times Deutschland“ (Donnerstag) aus Industriekreisen erfuhr, verständigten sich führende Branchenvertreter auf ein Modell, das statt halbjährlicher großer Kürzungen häufigere kleine Einschnitte vorsieht. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) berät am Donnerstagnachmittag mit der Solarbranche über weitere Förderkürzungen. Röttgen hatte im Vorfeld betont, man brauche eine deutliche Reduzierung des Zubaus.

Das neue Modell der stetigen Kürzung, so berichtet die “FTD“, soll den Zubau reduzieren. Bisher wird die Einspeisevergütung immer zum 1. Juli und zum 1. Januar gekürzt. Davor kommt es regelmäßig zu enormen Schlussverkaufseffekten, die in Zukunft vermieden werden sollen. Noch unklar ist, ob die Anpassung in Zukunft vierteljährlich oder monatlich erfolgen soll. Aus Sicht der Branche ließe sich so das Marktgeschehen verstetigen.

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2011 hatte es einen Rekord beim Anschluss neuer Solaranlagen gegeben, als 7500 Megawatt an Leistung neu installiert worden sind. Bei voller Sonneneinstrahlung entspricht das der Leistungsfähigkeit von fünf Atomkraftwerken. Die Vergütung für den Strom zahlen die Verbraucher per Umlage über den Strompreis.

Daher war zuletzt der Druck auf Röttgen gewachsen, durch weitere Einschnitte den Geldbeutel der Verbraucher zu schonen, da sonst auch die Akzeptanz für die Energiewende schwinden könnte. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden zahlt derzeit 125 Euro pro Jahr an Umlagekosten über den Strompreis.

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Bisher sinkt die Förderung automatisch, wenn eine bestimmte Anzahl neuer Anlagen ans Netz geht. Daher steht jetzt schon fest, dass die Förderung im Juli um bis zu 15 weitere Prozent gekürzt wird. Nun könnte es aber noch mehr werden. Für eine Kilowattstunde Solarstrom vom Hausdach werden derzeit 24,43 Cent je Kilowattstunde gezahlt. Die Differenz zwischen dem für den Strom erzielten Marktpreis und dem Vergütungssatz müssen die Verbraucher über die Umlage zahlen.

Die Solarförderung frisst derzeit pro Jahr rund acht Milliarden Euro und damit mehr als die Hälfte der gesamten Förderung erneuerbarer Energien. Sie steuert aber nur ein Fünftel des Ökostrom-Mixes bei. Eine neu installierte Leistung von 7500 Megawatt in einem Jahr wie 2011 sei zu viel, allein schon aus technischen Gründen wie der Anbindung an das Stromnetz, betont Röttgen.

dpa

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