Ramsauer verteidigt Sichtflüge

Berlin - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat die international verabredeten Sichtflüge verteidigt, mit denen der Flugbetrieb seit dem Vulkanausbruch in Island wieder aufgenommen wurde.

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Sicherheit sei nach den allgemeinen Regeln auch hier oberstes Gebot, sagte Ramsauer am Dienstag nach Beratungen im Verkehrsausschuss des Bundestages. “Ich werde nicht verantworten, was ich nicht selbst als Passagier machen würde.“ Ramsauer reagierte damit auf die Frage, ob Sichtflüge angesichts der mit Vulkanasche belasteten Luft für Flugzeuge und Passagiere nicht ebenso riskant seien wie die üblichen von Fluglotsen überwachten Instrumentenflüge.

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

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Der Minister kündigte für einen späteren Zeitpunkt die Einrichtung eines Runden Tisches der Beteiligten an, um aus dem Krisenmanagement zu lernen. Der verkehrspolitische Sprecher der SPD- Bundestagsfraktion, Uwe Beckmeyer, nannte das Management “katastrophal“. Es sei falsch, dass Ramsauer nicht selbst den Krisenstab mit Flugsicherung und Wetterdienst geleitet habe. “Ich erwarte, dass sich der Verkehrsminister an die Spitze des Krisenstabes stellt.“

dpa

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