"Politbarometer": FDP sackt auf 3 Prozent ab

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Nur 39 Prozent der Befragten beim Politbarometer glauben, dass Guido Westerwelle Ende 2011 noch FDP-Chef ist.

Mainz/Berlin - Die Führungsdebatte in der FDP beschleunigt den Sinkflug der Partei: In der politischen Stimmung sind die Freidemokraten laut ZDF-Politbarometer von zuletzt vier auf nun nur noch drei Prozent abgesackt.

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Am derzeitigen Zustand der FDP geben 63 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürger Parteichef Guido Westerwelle eine sehr große oder große Schuld, ergab das am Freitag veröffentlichte ZDF-“Politbarometer“. Nur 39 Prozent aller Befragten erwarten, dass Westerwelle Ende nächsten Jahres noch Vorsitzender der FDP sein wird. 51 Prozent glauben das nicht.

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Das Umfragetief der Liberalen wird nach Ansicht von 70 Prozent auch noch länger anhalten. Nur 24 Prozent rechnen mit einer Erholung in der nächsten Zeit.

Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden nach der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen CDU/CSU wie vor zwei Wochen 34 Prozent erreichen. Die SPD käme auf 28 Prozent (plus 1 Prozentpunkt), die FDP bliebe bei 5 Prozent, die Linke bei 9 Prozent und die Grünen kämen auf 19 Prozent (minus 1 Punkt). Damit hätten weder Rot-Grün noch Schwarz-Gelb derzeit eine Regierungsmehrheit.

Wenn in einigen Tagen gewählt würde, würden längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie koalitionstaktische Überlegungen eine etwas größere Rolle spielen, die in der sogenannten Projektion berücksichtigt sind: Die CDU/CSU erhielte danach 34 Prozent (unverändert), die SPD 28 Prozent (plus 1). Die FDP käme auf 5 Prozent (unverändert), die Linke auf 9 Prozent (unverändert) und die Grünen auf 19 Prozent (minus 1). Die sonstigen Parteien zusammen lägen bei 5 Prozent (unverändert). Somit hätten weder Rot-Grün noch Schwarz-Gelb zurzeit eine Regierungsmehrheit.

Seit einem halben Jahr kommt die FDP im ZDF-Politbarometer der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen nur noch auf Umfragewerte von 5 Prozent. Hierbei erwarten 70 Prozent, dass diese schlechten Werte für die FDP auch noch länger anhalten werden, und nur 24 Prozent rechnen mit einer Erholung in der nächsten Zeit (weiß nicht: sechs Prozent).

Der von Außenminister Westerwelle angekündigten Beginn des Rückzugs der Bundeswehr aus Afghanistan Ende 2011 trifft auf breite Zustimmung. Einen Abzugsbeginn im Jahr 2011 unterstützen laut der Umfrage 75 Prozent, lediglich 20 Prozent halten einen späteren Beginn für sinnvoll (weiß nicht: 5 Prozent).

Die Teilnahme Stephanie zu Guttenbergs an dem jüngsten Truppenbesuch ihres Mannes Karl-Theodor in Afghanistan finden 64 Prozent aller Deutschen richtig und 30 Prozent nicht richtig (weiß nicht: 6 Prozent).

Trotz der zum Teil heftigen Kritik am Besuch des Verteidigungsministers und seiner Frau in Afghanistan führt Guttenberg (CSU) die Liste der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker weiterhin an, wenn auch leicht verschlechtert. Er kommt nach Sympathie und Leistung auf der Skala von +5 bis -5 auf einen Durchschnittswert von 2,2 (Erste Dezemberumfrage: 2,4). Auf Platz zwei liegt jetzt wieder Frank-Walter Steinmeier mit 1,2 (Dez. I: 1,0) vor Bundeskanzlerin Angela Merkel mit unveränderten 1,0.

dapd/dpa

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