Papandreou sieht Sparkurs durch Wahlen bestätigt

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Griechenlands Regierungschef Giorges  Papandreou.

Athen - Griechenlands Regierungschef Papandreou sieht sich durch die Erfolge seiner Sozialisten bei den Kommunalwahlen in seinem Sanierungskurs bestätigt. Neue Sparmaßnahmen sollen nun in Kürze folgen.

Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat den Sieg seiner Sozialisten bei der zweiten Runde der Regional- und Kommunalwahlen als klares Votum für seinen Sparkurs bezeichnet. “Die Bürger haben uns gezeigt, dass wir unsere Bemühungen, das Land vom Bankrott zu retten, fortsetzen sollen“, sagte er im Fernsehen. Die Freude über den Sieg hielt sich jedoch in Grenzen.

Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) begannen eine Kontrolle der Bücher. In der griechischen Presse wurden Befürchtungen laut, dass die Griechen in den kommenden Monaten abermals den Gürtel enger schnallen müssen. “Tiefes Einatmen angesichts neuer harter Sparmaßnahmen“, titelte am Montag die linksliberale Athener Zeitung “Eleftherotypia“.

Papandreous Panhellenische Sozialistische Bewegung (PASOK) hatte am Sonntag in der Stichwahl wichtige Positionen erobert. Erstmals seit 24 Jahren stellen sie mit Giorgos Kaminis in Athen wieder den Bürgermeister. Auch in Thessaloniki stellen erstmals seit 1986 wieder die Sozialisten und kleinere linke Parteien den Bürgermeister. Die beiden Städte galten als Hochburgen der Konservativen.

Die Sozialisten gewannen zudem die Stichwahl um das Amt des Regionalgouverneurs in der bevölkerungsreichsten Region um Athen. Im Großraum Athen leben fast 40 Prozent der Griechen. Wie das Innenministerium am Montagmorgen mitteilte, gewannen die Sozialisten in 8 von 13 Regionen des Landes. Die Wahlbeteiligung erreichte mit nur knapp 40 Prozent einen historisches Tiefstand in Athen.

Die konservative oppositionelle Nea Dimokratia (ND) wird in der Hafenstadt Piräus künftig den Bürgermeister stellen. Zudem gewann sie den Angaben zufolge die Regionalwahlen für den Großraum Thessaloniki, der zweitgrößten griechischen Stadt, und in vier weiteren Regionen im Norden des Landes. Ihr Präsident Antonis Samaras hatte die Griechen aufgerufen, als Zeichen der Missbilligung der harten Sparmaßnahmen gegen die Sozialisten zu stimmen. “Ratlosigkeit bei den Konservativen“, titelte die Athener Zeitung “Ta Nea“.

dpa

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