Frau erlitt schwerste Verletzungen

NSU-Opfer sagt aus: "Konnte nicht schreien"

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Sagte im NSU-Prozess aus: Eine junge Deutsch-Iranerin, die 2001 Opfer eines Sprengstoffanschlags des Terror-Trios wurde.

München - Sie öffnete eine Christstollendose - und brachte dadurch die Bombe zur Explosion. Im NSU-Prozess hat ein Opfer eines Sprenganschlags des Terror-Trios ausgesagt.

Im NSU-Prozess hat eine junge Deutsch-Iranerin, die 2001 Opfer eines Sprengstoffanschlags des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ wurde, in beeindruckend klaren Worten von den damaligen Ereignissen und ihren Verletzungen berichtet. Sie schilderte, wie sie im Geschäft ihrer Eltern in Köln nichtsahnend eine Christstollendose öffnete und dadurch die Bombe zur Explosion brachte.

Frau hatte massive Schmerzen

„Da war ein lauter Knall, helles Licht, dann wurde alles dunkel“, sagte die Frau am Mittwoch vor dem Münchner Oberlandesgericht. Sie habe massivste Schmerzen gehabt, habe aber nicht schreien, nicht reden und nichts sehen können. „Mir war von Beginn an klar, das muss eine Explosion gewesen sein“, sagte sie.

Ein Polizeibeamter hatte zuvor seine Eindrücke von einem Besuch der Frau im Krankenhaus geschildert. „Das Opfer war verbrannt, aufgedunsen und hatte blutende Verletzungen im Gesicht und an den Unterarmen“, sagte er. Dieses Bild habe sich ihm eingeprägt.

Die Dose sollen Uwe Mundlos oder Uwe Böhnhardt einige Wochen zuvor - kurz vor Weihnachten 2000 - in dem Laden zurückgelassen haben. In seinem „Paulchen-Panther-Video“ hat sich der NSU zu der Tat bekannt.

dpa

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