Wer könnte Köhlers Nachfolger sein?

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Wer wird sein Nachfolger? Das Rätselraten um den Job von Horst Köhler hat begonnen.

Berlin - Nach dem überraschenden Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler beginnt in der schwarz-gelben Koalition das Rätselraten über einen Nachfolger.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Abend in ARD und ZDF, es gebe inzwischen eine deutliche Mehrheit für Schwarz-Gelb in der Bundesversammlung, was der Bundesregierung die Chance biete, einen “guten Vorschlag“ zu machen. Die Personalie sei aber noch “völlig offen“.

Es könne erneut ein Seiteneinsteiger oder ein Politiker sein, auch sei offen, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handeln werde. Der neue Bundespräsident oder die neue Bundespräsidentin müsse die Chance haben, von allen akzeptiert zu werden, und zu den Menschen sprechen können. Merkel sagte, Köhler sei zu seinem Rücktritt sehr entschlossen und nicht umzustimmen gewesen. Dies habe sie zu respektieren.

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"Wie vom Donner getroffen": Reaktionen zum Köhler-Rücktritt

Zur Frage, ob Köhler in der Debatte über seine Afghanistan-Äußerungen zu wenig Rückendeckung von der Regierung erhielt, sagte Merkel, sie habe sich an die Regel gehalten, dass die Kanzlerin den Bundespräsidenten nicht interpretiere. Noch am Montag begannen in Berlin die Beratungen über die Nachfolge im höchsten Staatsamt. Das CDU-Präsidium schaltete sich per Telefon zu einer Konferenz zusammen, wie die Nachrichtenagentur DAPD aus Parteikreisen erfuhr. Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) unterbrach eine Türkei-Reise und machte sich auf den Heimweg. CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich brach eine Rom-Reise ab und reiste zurück.

Beratungen im Kanzleramt

Am Dienstag wollen sich die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von Union und FDP den Kreisen zufolge im Kanzleramt treffen, um über Köhlers Nachfolge zu beraten. Die Zeit drängt: Binnen 30 Tagen muss laut Verfassung ein neuer Bundespräsident gewählt sein. Bundesratspräsident Jens Böhrnsen, der laut Verfassung nun kommissarisches Staatsoberhaupt ist, forderte die Spitzen in Politik und Gesellschaft auf, nicht vor Mittwoch über die Nachfolge zu debattieren. Dies gebiete der Respekt vor der Persönlichkeit Köhlers und vor seiner Leistung als Bundespräsident.

Horst Köhler und seine Vorgänger

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“Ab Mittwoch können wir den Blick nach vorn richten“, sagte der SPD-Politiker dem Bremer “Weser-Kurier“. Die SPD will zunächst keinen Kandidaten vorschlagen. Es helfe niemandem, wenn jetzt einfach Namen in die Welt gesetzt würden, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am Montagabend im ZDF. Zunächst sei die Bundesregierung am Zug. Die SPD werde sich aber auch mit der Frage beschäftigen und dann gegebenenfalls einen Vorschlag machen.

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