De Maizière bei Truppenbesuch: "Einsatz wie im Krieg"

+
Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) im Feldlager mit Frühstückstablett.

Kundu - Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat seine Afghanistan-Reise mit einem Truppenbesuch fortgesetzt. Im deutschen Feldlager sprach er am Sonntag mit Bundeswehr-Soldaten über die Sicherheitslage in der Region.

"Kundus ist sicherlich militärisch gesehen, eine große Herausforderung. Es ist ein Schlüsselbereich." Nach der Verdrängung der Taliban aus einigen Gebieten gehe es nun darum, dort eine friedliche Entwicklung in Gang zu setzen. In Kundus und im benachbarten Baghlan wird die Bundeswehr immer wieder angegriffen.

De Maizière auf Truppenbesuch im Kundus

De Maizière auf Truppenbesuch im Kundus

Am Vortag hatte der Minister in der Hauptstadt Kabul Gespräche mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai und dem Kommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf, US-General David Petraeus, geführt. Anschließend war er in das von der Bundeswehr geführte Isaf-Hauptquartier für Nordafghanistan nach Masar-i-Scharif geflogen.

Auf die Frage, wie seine Handschrift in Afghanistan im Vergleich zu seinem Vorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg aussehen solle, sagte de Maizière in Kundus lediglich: "Ich mache das so, wie ich das für richtig halte. Vor allen Dingen kann man seine Handschrift nicht beschreiben, sondern man muss danach handeln."

Für die Beschreibung des Afghanistan-Einsatzes verwendete der Minister bei einer Rede in Masar-i-Scharif wie zu Guttenberg den Kriegsbegriff. "Hier ist vieles von dem, was Sie tun, ein Einsatz wie im Krieg - nicht für alle, nicht zu jeder Zeit für alle, in unterschiedlicher Weise, aber doch sichtbar und greifbar", sagte er am Samstag vor Soldaten. De Maizière besucht drei Wochen nach seinem Amtsantritt erstmals als Verteidigungsminister Afghanistan.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare