AfD sackt ab

Landtagswahl in Bayern: Umfrage hilft Söder nicht weiter - Grüne holen gegen CSU auf

Bedient: Markus Söder.

Die aktuellste Umfrage zur Landtagswahl 2018 in Bayern zeigt einen weiteren Sturzflug der CSU. Die Grünen setzen ihren Aufwärtstrend fort.

München - Die Landtagswahl in Bayern rückt näher. Am 14. Oktober 2018 wird gewählt. Aktuelle Umfragen und Prognosen deuten darauf hin, dass der Ausgang der Landtagswahl eine deutlich veränderte Situation in der Landespolitik hinterlassen wird. Hier finden Sie immer die neuesten Umfragen, die einen Hinweis auf das mögliche Ergebnis der Landtagswahl 2018 in Bayern geben. 

Der allgemeine Überblick zeigt, dass von dem zwischenzeitlichen Höhenflug der CSU nicht mehr viel geblieben ist. Zeitweise wurde die Regierungspartei mit bis zu 44,5 Prozent der Stimmen gemessen. Im Vergleich dazu deuten sich wenige Wochen vor der Wahl dramatische Verluste für die Christ-Sozialen an.

Etwas weiter unten finden Sie einen Überblick über die langfristige Entwicklung der Umfragewerte im Verlauf des Jahres 2018.

„Politbarometer“-Umfrage vom 21. September: Fast die Hälfte der Bayern will keine GroKo

Im Bund keimt der Streit in der großen Koalition immer wieder auf und in Bayern will laut einer Umfrage fast die Hälfte der Menschen nach der Landtagswahl keine schwarz-rote Regierung. 46 Prozent der Befragten gaben beim „Politbarometer Extra“ des ZDF an, eine Regierung aus CSU und SPD schlecht zu finden, wie der Sender am Freitag mitteilte. 34 Prozent bezeichneten eine solche Koalition als gut. Die anderen Befragten antworteten mit „egal“ oder „weiß nicht“. Favorit bei den Umfrageteilnehmern wäre demnach eine schwarz-grüne Koalition, die 50 Prozent gut fänden und ein Drittel (33 Prozent) schlecht. Eine Regierung aus CSU und Freien Wählern unterstützen 45 Prozent, während diese 24 Prozent ablehnen.

Bei der Sonntagsfrage ist im Vergleich zu anderen Umfragen der vergangenen Tage wenig Bewegung: Die CSU bekäme 35 Prozent der Stimmen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre. Die Grünen liegen auf Platz zwei mit 18 Prozent, gefolgt von der SPD mit 13, den Freien Wähler mit 11 und der AfD mit 10 Prozent. Die FDP kratzt laut dem „Politbarometer Extra“ an der Fünf-Prozent-Hürde, um am 14. Oktober in den bayerischen Landtag einzuziehen. Die Linke wäre laut dieser Umfrage mit vier Prozent draußen. Damit hätten praktisch nur eine Regierung aus CSU und Grünen oder aus CSU und SPD eine Mehrheit.

Sitzung CSU-Vorstand: Seehofer und Söder.

Umfrage vom 12. September: Bei Landtagswahl in Bayern droht CSU ein Debakel

Einen Monat vor der Landtagswahl in Bayern ist die CSU in einer Umfrage auf ein historisches Tief abgesackt: Nur noch 35 Prozent der Wahlberechtigten würden sie derzeit wählen, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten „Bayerntrend“* des Bayerischen Rundfunks hervorgeht. Dies sind noch einmal drei Prozentpunkte weniger als im Juli - so wenig wie noch nie seit 1998, seit es den „Bayerntrend“ gibt. Die Zustimmungswerte für Ministerpräsident Markus Söder und die Staatsregierung sanken ebenfalls.

Würde bereits am kommenden Sonntag ein neuer Landtag gewählt, wären der Umfrage zufolge sogar sieben Parteien im Maximilianeum vertreten - inklusive der Linken. Die Grünen landen mit 17 Prozent auf Platz zwei. SPD, Freie Wähler und AfD liegen diesmal gleichauf bei 11 Prozent, wobei SPD und AfD im Vergleich zum Juli leicht verloren und die Freien Wähler leicht zugelegt haben. FDP und Linke kommen jeweils auf 5 Prozent, müssen also um den Einzug in den Landtag bangen. Allerdings ist der Umfrage zufolge fast jeder zweite Wahlberechtigte (45 Prozent) noch nicht sicher, wo er am 14. Oktober sein Kreuz machen wird.

Wie die Regierungspartei auf diese Werte reagiert, wird voraussichtlich der CSU-Parteitag in München zeigen.

Umfragen zur Landtagswahl 2018 in Bayern im Jahresverlauf (alle Angaben in Prozent)

Institut

Datum

CSU

SPD

AfD

Grüne

FDP

Linke

Freie Wähler

Sonstige

Politbarometer Extra/ZDF

21. September

35

13

10

18

5

4

11

4

Bayerntrend/BR

12. September

35

11

11

17

5

5

11

5

Civey/Augsburger Allgemeine/SPON

10. September

35,8

12,1

13,7

16,5

5,8

2,7

8,1

5,3

Insa/Bild

28. August

36

13

14

15

6

3

8

5

Civey für SPON/Augsburger Allgemeine

27. August

37,8

11,8

13,5

15,1

6,1

2,5

8,1

5,1

Civey für SPON/Augsburger Allgemeine

14. August

38,1 

12,3 

15,2 

15 

5,3 

2,7 

7,3 

4,1 

Forsa/RTL/n-tv

13. August

37 

12 

13 

17 

GMS/Sat.1 Bayern

1. August

39 

12 

13 

14 

5

Infratest dimap für den „BayernTrend 2018“

18. Juli

38 

13 

12 

16 

3

GMS/Sat.1 Bayern

12. Juli

39 

12 

14 

14 

5

RTL/n-tv

09. Juli

38 

12 

14 

15 

4

Civey

06. Juli

42,5 

13,7 

13,1

13,2 

5,2 

2,8 

6,0 

3,5 

Insa/Bild

28. Juni

41 

13 

14 

13 

5

RTL/NTV-Trendbarometers des Instituts Forsa

25. Juni

40 

13 

13 

14 

4

Civey/Augsburger Allgemeine

8. Juni

41,1 

13,4 

13,5 

12,6 

4,8 

3,5 

4,1 

GMS/Sat.1 Bayern

17. Mai

42 

13 

13 

12 

-

8

Civey/Augsburger Allgemeine

13. Mai

42,1 

13,7 

12,0 

13,5 

5,1 

-

6,6 

7

Infratest dimap für den „BayernTrend 2018“

2. Mai

41 

12 

12 

14 

5

GMS/Sat.1 Bayern

27. April

44 

14 

12 

11 

2

Civey/Augsburger Allgemeine

6. April

44,5 

14,8 

11,9 

11,3 

4,2 

2,8 

6,4 

4

GMS/Sat1 Bayern

22. März

43 

15 

12 

11 

4

Forsa

25. Februar

42 

14 

10 

14 

4

GMS

12. Februar

40 

15 

12 

11 

7

Infratest dimap

10. Januar

40 

16 

10 

14 

5

Ergebnis Landtagswahl 2013

15. September 2013

47,7

20,6

nicht dabei

8,6

3,3

2,1

9,0

2,6

(Quelle: wahlrecht.de, Stand: 28. August 2018)

Umfrage zur Landtagswahl 2018 in Bayern vom 11. September: Wähler wollen eine Koalition

Gut vier Wochen vor der Landtagswahl ist die Unzufriedenheit der bayerischen Bürger mit der CSU-Staatsregierung auf einen neuen Höchststand gestiegen. 55 Prozent sind unzufrieden mit der Arbeit von Ministerpräsident Markus Söders Kabinett, nur 42 Prozent zufrieden. Das hat das Umfrageinstitut GMS im Auftrag von Sat1.Bayern ermittelt. Demnach geht es seit dem Amtsantritt Söders kontinuierlich bergab mit den Zustimmungswerten des Kabinetts: Im Mai waren noch 52 Prozent zufrieden.

Eine Alleinregierung der CSU befürworten laut Umfrage nur noch 18 Prozent der Wähler, 60 Prozent wäre eine Koalition unter CSU-Führung am liebsten. Dafür gibt es keinen ganz klaren Favoriten: 23 Prozent würden demnach gern die Freien Wähler in der Regierung sehen, 22 Prozent die Grünen. Eine Koalition ohne CSU wäre unpopulär: Dass die Partei nach der Landtagswahl in Bayern in die Opposition geht, würde nur von 15 Prozent bevorzugt.

Auffällig: Laut Umfrage verlieren Staatsregierung und Seehofer schneller an Beliebtheit als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die große Koalition in Berlin. Denn Merkel und Bundesregierung haben in Bayern seit Mai jeweils einstellig an Zustimmung verloren, Staatsregierung und Seehofer hingegen zweistellig.

10. September 2018: CSU in aktueller Prognose nur noch bei 36 Prozent

Fünf Wochen vor der bayerischen Landtagswahl ist die CSU einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter gesunken. Die Christ-Sozialen kommen demnach nur noch auf 35,8 Prozent, rund zwei Prozentpunkte weniger als bei der Erhebung zwei Wochen zuvor. Die repräsentative Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Zeitung „Augsburger Allgemeine“ (Montag) und von „Spiegel Online“ durchgeführt.

Die Grünen bleiben wie auch in anderen Umfragen zweitstärkste Kraft. Sie landen bei 16,5 Prozent und konnten sich um 1,4 Punkte verbessern. Die AfD lag dahinter geringfügig verbessert bei 13,7 Prozent. Die SPD legt ebenfalls etwas zu auf 12,1 Prozent.

Die Freien Wähler wären mit 8,1 Prozent weiterhin im Landtag und die FDP würde laut der Umfrage mit 5,8 Prozent in das Parlament zurückkehren. Die Linke liegt hingegen mit 2,7 Prozent weiterhin deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde. Was die Wähler tatsächlich auf den Stimmzetteln ankreuzen, zeigt sich am 14. Oktober 2018.

Wichtig für alle Wähler in Bayern: Wir beantworten die Frage, wo man wählen muss - denn wer sich rechtzeitig darum kümmert, muss nicht in das vorgegebene Wahllokal.

Video: Zusammen mit Neonazis in Chemnitz - Wie weit rechts steht die AfD?

Markus Söder verortet Schuld für Umfrage-Pleite außerhalb von Bayern

Als Reaktion darauf erklärte CSU-Chef Horst Seehofer vor der Vorstandssitzung am Montag: "Im Vorstand legen wir nun fest, wie wir die fünf Wochen bis zur Wahl gestalten." Man wolle den Marathon nun beherzt bestreiten.

Er halte es weiter für möglich "gut und stark abzuschneiden". Die Nachfrage nach der absoluten Mehrheit überging Seehofer mit einem Lächeln. Es sei schwierig, wie auch in Schweden zu sehen sei. Auch dort überlagere die Migration die Debatten. Er selbst bringe sich im Rahmen seiner Möglichkeiten ein. "Die Motivation und Geschlossenheit in der CSU ist groß", sagt der Innenminister, der ansonsten in Berlin sitzt.

Die schlechten Umfrageergebnisse der CSU in Bayern basieren laut Ministerpräsident Markus Söder auf der von bundespolitischen Themen dominierten öffentlichen Debatte. „Die Dinge, die jetzt im Moment diskutiert werden, haben ja mit Bayern nur sehr wenig zu tun im Grunde genommen“, sagte der CSU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am Montag in München. Um in den kommenden fünf Wochen die Zustimmung für die CSU zu verbessern sei Folgendes entscheidend: „Es ist wichtig, dass wir herausarbeiten können, dass es bei der Landtagswahl um Bayern geht, nicht nur um Deutschland.“

Update vom 30. August 2018: Direktmandate der CSU sind in Gefahr

Nicht nur bei den Umfragen, die nach der Zweitstimme bei der Landtagswahl Fragen, sind die Grünen für die CSU ein Problem. Während die Christ-Sozialen im Jahresverlauf schon einige Prozentpunkte verloren haben und die Grünen in Prognosen als zweitstärkste Kraft gelten, zeichnet sich ein ähnliches Ergebnis bei den Erststimmen ab. Einige Stimmkreise könnten 2018 die Farbe wechseln.

Eine aktuelle Prognose zeigt, dass die CSU möglicherweise mehrere Direktmandate verlieren wird - und im Gegensatz zu früheren Wahlen hat nicht mehr die SPD die besten Chancen, diese Mandate für sich zu beanspruchen. Besonders in städtischen Gebieten könnte es für die CSU enger werden als zuvor. Hier zeigen wir Ihnen, wo die Grünen die CSU überflügeln könnten

Umfrage zur Landtagswahl in Bayern vom 28. August 2018: Grüne sind zweitstärkste Kraft

Auf die eigenen Stärken hinweisen, womöglich auch den Ton etwas mäßigen - so will die CSU vor der Landtagswahl doch noch einmal das Ruder herumreißen. Richtung absolute Mehrheit geht es aber weiterhin nicht. Ganz im Gegenteil. In einer aktuellen Umfrage des Instituts Insa im Auftrag der Bild verlieren die Christsozialen nochmals deutlich.

Aktuell würden der Erhebung zufolge 36 Prozent der Wähler der CSU ihre Stimme geben. Das ist nicht nur ein Minus von satten fünf Prozent im Vergleich zur letzten Umfrage der Bild von Ende Juni. Sondern zugleich der niedrigste Stand, der überhaupt in einer Wahlumfrage im Jahr 2018 für die Partei von Horst Seehofer und Ministerpräsident Markus Söder gemessen wurde.

Laut einer Vorhersage der Seite Wahlkreisprognosen.de könnten die Grünen zudem bei den Erststimmen in den Großstädten München, Nürnberg und Würzburg einige Stimmkreise direkt gewinnen

Drei Parteien können hingegen hinzugewinnen. Die Grünen stiegen seit der letzten Insa-Umfrage um zwei Prozentpunkte auf nunmehr 15 Prozent, die Freien Wähler gewinnen zwei Prozentpunkte auf nun 8 Prozent. Und auch die FDP legt von fünf auf sechs Prozent zu. 

AfD (14 Prozent) und SPD (13 Prozent) verändern sich im Vergleich zur Ausgabe von Ende Juni nicht. Auch die Linke stagniert bei drei Prozent. Insgesamt liegen die Ergebnisse mehr oder minder auf Linie mit den jüngsten Umfragen der Institute Civey und Forsa.

Sollte das Ergebnis am 14. Oktober tatsächlich so ausfallen wie nun ermittelt, dann würde das bedeuten: Die CSU braucht mindestens einen Koalitionspartner. Mehrheiten im Landtag gäbe es mit der SPD und den Grünen. Theoretisch machbar wäre auch eine Dreier-Koalition aus CSU, FDP und Freien Wählern. In allen Fällen würde es sich um vergleichsweise dünne Mehrheiten handeln - und um einen tiefen Fall der Christsozialen: Aktuell hat die CSU die absolute Mehrheit in Bayerns Landtag.

Umfrage vom 27. August 2018 zur Landtagswahl in Bayern: Prognose sieht Grüne vor der AfD

Gut zwei Monate vor der Landtagswahl in Bayern bleiben die Umfrageergebnisse der CSU hinter den eigenen Erwartungen zurück. Das zeigt eine repräsentative Umfrage zur Landtagswahl 2018 in Bayern, die das Meinungsforschungsinstituts Civey für die „Augsburger Allgemeine“ (Montag) durchgeführt hat.

Demnach kommt die CSU auf 37,8 Prozent. Das ist ein Verlust von 0,3 Punkten im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung vor zwei Wochen. Die CSU wäre damit weit davon entfernt, ihre absolute Mehrheit im Bayerischen Landtag zu verteidigen.

Laut der Umfrage wären die Grünen mit 15,1 Prozent (+0,1) zweitstärkste Kraft im Landesparlament. Der FDP gelänge mit 6,1 Prozent (+0,8) der Einzug in den Landtag. Die Freien Wähler verzeichnen den Angaben nach ebenfalls leichte Zuwächse. Für sie würden 8,1 Prozent (+0,8) der Wähler stimmen. Die AfD dagegen verliert der Umfrage zufolge an Boden und käme nun auf 13,5 Prozent (-1,7), hieß es. Die SPD fällt demnach mit 11,8 Prozent (-0,7) auf einen neuen Tiefstand in diesem Jahr.

Update vom 24. August 2018: Schwarz-Grün ist möglich - doch Söder erteilt eine Absage

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht ein mögliches schwarz-grünes Regierungsbündnis nach der Landtagswahl in Bayern äußerst skeptisch. "Die Grünen sind meilenweit von unserem Politikverständnis entfernt", sagte Söder dem Redaktionsnetzwerk Deutschland laut Vorabmeldung vom Freitag. "Sie stehen für Fahrverbote, höhere Steuern und unbegrenzte Zuwanderung - das ist eine Bevormundungspartei."

Söder will eine Koalitionsregierung in Bayern nach Möglichkeit vermeiden. "Wir kämpfen um alle Stimmen des bürgerlichen Lagers", sagte er. "Wir legen uns nicht auf Prozentpunkte fest", fügte er aber hinzu. "Das wäre gegenüber den Wählerinnen und Wählern überheblich." In Bayern wird am 14. Oktober ein neuer Landtag gewählt. Die CSU ist laut Umfragen weit davon entfernt, ihre absolute Mehrheit zu verteidigen. Eine Koalition in Bayern mit der CSU stößt auch bei vielen Grünen auf Skepsis.

Am Donnerstag hatte Söder noch den neuen Hauptgegner seiner Partei definiert. Angesichts der letzten Umfragen zur Landtagswahl in Bayern sagte er bei der Präsentation eines Wahlplakats in München: „Die SPD wird ersetzt durch die Grünen“. Die Grünen lagen zuletzt in den Umfragewerten vor der Bayern-SPD. Die Partei, die er nun als wichtigsten Konkurrenten ansieht, stehe für Bevormundung und Verbote, sagte Söder. 

Auf eine Zielmarke für die CSU bei der Wahl am 14. Oktober wollte sich Söder nicht festlegen. Er wolle aber dafür kämpfen, dass die CSU „so stark wie möglich“ abschneide. In den jüngsten Umfragen lag sie bei nur etwa 38 Prozent. Söder will aber eine Verbesserung der Stimmung zugunsten der CSU registriert haben.

Das die absolute Mehrheit in weiter ferne liegt, wird aber die Frage immer berechtigter: Wer wird nach der Landtagswahl in Bayern Ministerpräsident?

Umfrage vom 14. August 2018 zur Landtagswahl in Bayern: Prognose sieht CSU unter 40 Prozent

Die absolute Mehrheit liegt für die CSU in Bayern in weiter Ferne. In einer aktuellen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey für Spiegel Online und die Augsburger Allgemeine kommt die Partei von Ministerpräsident Markus Söder auf lediglich 38,1 Prozent - selbst die psychologisch wichtige 40-Prozent-Marke ist derzeit nicht in Sicht.

Im Schatten der CSU duellieren sich Grüne (15 Prozent) und AfD (15,2 Prozent) um Platz zwei in der Wählergunst. Mit 12,3 Prozent landet die SPD auf dem undankbaren vierten Platz. Die Freien Wähler vereinen 7,3 Prozent der Stimmen auf sich, die FDP kommt auf 5,3 Prozent. Die Linke verpasst laut aktueller Civey-Umfrage den Einzug ins Maximilianeum.

Umfrage vom 13. August 2018 zur Landtagswahl in Bayern: Aktuelle Prognose zeigt Tiefstwert für CSU

Zwei Monate vor der Landtagswahl in Bayern rutscht die CSU laut einer neuen Umfrage in der Wählergunst weiter ab. Die Partei liegt in dem am Montag veröffentlichten Trendbarometer der Fernsehsender RTL und NTV nur noch bei 37 Prozent und ist damit weit von der angestrebten absoluten Mehrheit entfernt. Von der Schwäche der CSU profitieren offenbar die Grünen, die in der Umfrage bei 17 Prozent liegen. Die SPD kommt laut der Forsa-Umfrage auf zwölf Prozent, die AfD auf 13 Prozent. Die Freien Wähler liegen bei acht Prozent. Die FDP muss mit fünf Prozent um den Einzug in den Landtag bangen, die Linkspartei würde mit vier Prozent an der Fünfprozenthürde scheitern.

Zuletzt schockte eine Umfrage vor allem SPD (4. August 2018). Aber auch die CSU kam nicht gut weg. Das Meinungsforschungsinsituts Campo-Data hatte ermittelt, dass die Christsozialen dabei auf 40 Prozent kommen. Dies berichtet die Zeitschrift The European. Die angestrebte absolute Mehrheit bliebe auch dabei für Ministerpräsident Markus Söder in großer Ferne. Verheerend fällt die Umfrage für die SPD in Bayern aus: Sie kommen nur noch auf 11 Prozent. Das wären halb so viele Stimmen wie bei den Landtagswahlen im Jahr 2013 (20,6 Prozent). 

Umfrage vom 1. August 2018 zur Landtagswahl in Bayern: CSU erreicht weniger als 40 Prozent

Das Hamburger Institut GMS hat im Auftrag von Sat.1 Bayern eine neue Umfrage zur Landtagswahl 2018 in Bayern veröffentlicht. Demnach bleibt die CSU zweieinhalb Monate vor dem Urnengang im Umfragetief und weit von der Verteidigung der absoluten Mehrheit im Parlament entfernt. Die Christ-Sozialen kommen nur auf 39 Prozent - das ist exakt derselbe Wert wie in einer GMS-Umfrage von Anfang Juli. Eine Erhebung des Bayerischen Rundfunks (BR) hatte die CSU zuletzt sogar nur bei 38 Prozent gesehen.

Kaum Bewegung gibt es auch bei den anderen Parteien: Die Grünen stehen laut GMS-Umfrage bei 14 Prozent, die AfD bei 13, die SPD bei zwölf, die Freien Wähler bei acht, die FDP bei sechs und die Linke bei drei Prozent. Insgesamt 51 Prozent sind aber noch unsicher oder unentschlossen.

CSU-Chef Horst Seehofer wird von den Befragten als Belastung für seine Partei gesehen: 56 Prozent sagten, Seehofer werde die CSU Stimmen kosten. Auch von den CSU-Anhängern sagten dies 52 Prozent. Mit Seehofers Arbeit sind auch nur noch 34 Prozent der Befragten zufrieden, nach 38 Prozent Anfang Juli und 53 Prozent im April.

Aber auch Ministerpräsident Markus Söder verliert: Nur 49 Prozent der Befragten halten ihn der neuen Umfrage zufolge für einen guten Regierungschef, 46 Prozent nicht. Anfang Juli hatte das Verhältnis mit 57 zu 37 Prozent noch merklich besser für den CSU-Politiker ausgesehen. Unverändert ist für etwa die Hälfte der Bayern (51 Prozent) die Flüchtlings- und Asylpolitik sehr wichtig oder gar wahlentscheidend.

Umfrage vom 18. Juli 2018 zur Landtagswahl in Bayern: CSU stürzt laut Prognose weiter ab 

Rund drei Monate vor dem Termin der Landtagswahl in Bayern befindet sich die CSU nach wie vor weit entfernt von der absoluten Mehrheit. Nur noch 38 Prozent der Befragten wollen der Partei nach einer Erhebung im Auftrag des Politikmagazins „Kontrovers“ des Bayerischen Rundfunks vom Mittwoch noch ihre Stimme geben. Die CSU kommt damit auf das annähernd gleiche Ergebnis wie bei ihrer historischen Pleite bei der Bundestagswahl 2018 (38,8 Prozent) und liegt damit weit hinter dem Ergebnis von 2013. Damals hatte die CSU mit 47,7 Prozent die absolute Mehrheit der Mandate im Landtag geholt. Zum Vergleich: Im Mai und damit vor dem erbitterten Asylstreit mit der CDU im Bund hatte die CSU im „Bayerntrend“ des Bayerischen Rundfunks noch 41 Prozent erreicht.

Rund drei Monate vor der Landtagswahl stürzt die CSU laut einer aktuellen Umfrage weiter ab. 

Großer Gewinner sind die Grünen, die auf 16 Prozent kommen (2013: 8,6 Prozent) und damit zweitstärkste Kraft im Maximilianeum wären. Die SPD kann sich von ihrem Umfragetief weiterhin nicht erholen, sie landet bei 13 Prozent und liegt damit 7,6 Prozentpunkte hinter ihrem schon enttäuschenden Wert von 2013 (20,6 Prozent). Die AfD wäre mit 12 Prozent erstmals im Landtag vertreten, der FDP würde mit 5 Prozent knapp der Wiedereinzug gelingen (2013: 3,3 Prozent). Komplettiert würde der Landtag mit den Freien Wählern, die in der Umfrage, wie auch bei der Wahl vor fünf Jahren, auf 9 Prozent kommen. Die Linke muss weiter um ihren erstmaligen Einzug in den Landtag bangen, sie kommt auf 4 Prozent (2013: 2,1 Prozent).

Umfrage zur Landtagswahl 2018 in Bayern: Harter CSU-Kurs zahlt sich nicht aus

Ihr harter Kurs in der Flüchtlingspolitik zahlt sich für die CSU laut einer Umfrage in der Wählergunst nicht aus. Drei Monate vor der bayerischen Landtagswahl käme die Partei nach der am Montag veröffentlichten Erhebung für die Sender RTL und n-tv derzeit auf 38 Prozent und wäre damit weit von einer absoluten Mehrheit entfernt. Bei einer Bundestagswahl würde die CSU demnach in Bayern nur auf 34 Prozent kommen.

Die AfD würde dagegen bei einer Landtagswahl auf 14 Prozent kommen. Wenn ein neuer Bundestag gewählt würde, käme die Partei laut der Umfrage sogar auf 16 Prozent und damit auf den höchsten Wert, der jemals vom Meinungsforschungsinstitut Forsa für die AfD ermittelt wurde.

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In Bayern liegen die Grünen derzeit bei 15 Prozent und die SPD bei zwölf Prozent. Die Freien Wähler kommen auf acht Prozent, die FDP auf sechs Prozent. Die Linkspartei würde mit drei Prozent nicht in den Landtag einziehen.

Landtagswahl 2018 in Bayern: Die aktuelle Prognose

Basierend auf der aktuellen Umfrage lässt sich folgende Prognose zur Landtagswahl 2018 in Bayern geben:

Landtagswahl 2018 in Bayern: Mögliche Regierungskoalitionen

Diese Koalitionen wären möglich (Stand: 1. August 2018):

Diese Koalitionen sind nicht möglich (Stand: 1. August 2018):

Landtagswahl 2018 in Bayern: CSU will mit Söder absolute Mehrheit verteidigen 

Nachdem Horst Seehofer sein Amt als Ministerpräsident zum 13. März aufgegeben hat, wird Markus Söder als CSU-Spitzenkandidat bei der bayerischen Landtagswahl im Herbst antreten. Es liegt also an Söder, am 14. Oktober die absolute Mehrheit im bayerischen Landtag zu verteidigen. Politikwissenschaftler und CSU-Experte Prof. Heinrich Oberreuter zeigt sich, was das angeht, im Gespräch mit der tz skeptisch: „Egal, wer die CSU in die Wahlen führt, traue ich der CSU um die 40 Prozent zu – keineswegs die Verteidigung der absoluten Mehrheit. Das ist alles illusorisch.“ Nur: Ähnlich äußerte Oberreuter sich auch schon vor der Landtagswahl 2013, als die CSU die absolute Mehrheit zurückholte.

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SPD erwartet zweiten Platz bei der Landtagswahl 2018

Natascha Kohnen, die Chefin der Bayern-SPD, rechnet damit, mit ihrer Partei bei der Landtagswahl im Herbst den zweiten Platz hinter der CSU zu belegen. Sie will sich und ihre Partei im Landtagswahlkampf in Stil und Inhalt als klare Alternative zur CSU und deren Spitzenkandidat Markus Söder präsentieren. Der Augsburger Allgemeinen gegenüber zeigte Kohnen sich optimistisch: Sie sei überzeugt davon, dass eine Entscheidung zu einer Koalition aus SPD und Union, bei der eine gute Rolle übernommen wird, hilfreich werde für die Landtagswahl.

Für die SPD könnte es am Wahltag eine saubere Watschen geben. Ihr bislang schlechtestes Ergebnis fuhr sie 2008 mit 18,6 Prozent ein. Aktuell liegt sie in den Umfragen bei 14,8 Prozent.

Umfrage zur Landtagswahl 2018 in Bayern: AfD wohl im nächsten Parlament

Die AfD sitzt bereits in 14 von 16 Landtagen. Nach der Landtagswahl 2018 in Bayern kann die Partei aller Wahrscheinlichkeit nach auch im Maximilianeum vertreten. Aktuell liegt sie bei 11,9 Prozent. Schon bei der Bundestagswahl zeigte sich: Die meisten Wähler nahm die AfD den Unionsparteien, also CDU und CSU weg: Vom Merkel-Kurs enttäuschte Konservative, die erkannten, dass eine Stimme für die CSU letztlich auch eine Stimmer für die Kanzlerin war. Im Landtags-Wahlkampf sieht es anders aus. 

Für die CSU lautet die Mission: So viele Wähler von der AfD zurückgewinnen wie möglich. „Die AfD werden wir als Partei radikal bekämpfen, aber wir werden uns selbstverständlich um deren Wähler bemühen”, sagte Generalsekretär Markus Blume Mitte März 2018 dem ZDF. Diese Wähler verlangten Antworten auf zentrale Fragen, wie die nach der inneren Sicherheit oder der Zuwanderung. Die CSU wolle der ganzen Bandbreite der Überzeugungen vom Liberalen über das Christlich-Soziale bis zum Konservativen eine politische Heimat in Bayern geben.

Egal, wie gut die AFD bei der Landtagswahl 2018 in Bayern abschneidet: Die CSU wird definitiv keine Koalition mit der AfD eingehen. Als Mehrheitsbeschaffer bieten sich die FDP, die Freien Wähler und sogar noch die Grünen an. 

Noch hat die AfD keinen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl aufgestellt. Ambitionen hat der Rosenheimer Franz Bergmüller, der Anfang Februar für den Stimmkreis Rosenheim-West für die AfD aufgestellt wurde. Allerdings: Bergmüller ist kein AfD-Mitglied und seine Aufstellung als Landtagskandidat wurde ebenfalls angefochten. Er war zwar im Januar auf der Bezirksversammlung zum Vorsitzenden des Bezirks Oberbayern gewählt worden, obwohl er zu diesem Zeitpunkt in der Datenbank nicht mehr als AfD-Mitglied geführt wurde. Dennoch erhielt er ein Wahlrecht. Ende Februar entzog ihm der Landesvorstand die Mitgliedsrechte. Anschließend kam das AfD-Landesschiedsgericht Anfang März zu dem Schluss, dass Bergmüller nie als Vollmitglied in die AfD aufgenommen wurde. Der Wirt, der nach seiner Darstellung 2013 in die AfD eingetreten ist, will nun vor einem ordentlichen Gericht klagen.

Eine denkbare Spitzenkandidatin der AfD für die Landtagswahl in Bayern wäre auch die Niederbayerin Katrin Ebner-Steiner.

Landtagswahl 2018 in Bayern: Grüne ziehen mit Spitzenduo in den Wahlkampf 

Die Grünen setzen in der diesjährigen Landtagswahl auf ein Spitzenduo, das aus Ludwig Hartmann und Katharina Schulze besteht. Die beiden Chefs der Landtagsfraktion steuern einen sachorientierten Wahlkampf an und versuchen, ihre Gegner mit praktischen Lösungsvorschlägen inhaltlich zu stellen. Ausgemachtes Ziel sei es, nach der Wahl die Zukunft des Landes „mutig zu gestalten“. So hatte die Partei sich bereits auf ihrem Parteitag im vergangenen Jahr eine Regierungsbeteiligung zum Ziel gesetzt.

Heißt konkret: Die Grünen wollen nach der Landtagswahl in Bayern mitregieren. Sollte es - falls die CSU die absolute Mehrheit verliert - für eine Koalition mit der FDP reichen, können sie das wohl vergessen.

Landtagswahl 2018 in Bayern: Freie Wähler wollen mit CSU koalieren

Die Freien Wähler fokussieren sich im Wahlkampf darauf, die Alleinregierung der CSU zu brechen, um dann ab Herbst 2018 mit den Christsozialen zu koalieren. Die Direktkandidaten der Freien Wähler sind zum einen Nikolaus Kraus und zum anderen Ilse Ertl. Kraus will sich wieder mit „vollem Elan“ in den Wahlkampf stürzen und darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Einzug ins Maximilianeum machen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass den Freien Wählern der Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde gelingt.  Danach sieht es derzeit aus. Aber auch für die Freien Wähler gilt: Sie wären nicht der bevorzugte Koalitionspartner der CSU. In der Pole Position für eine Regierungsbeteiligung befindet sich die FDP.

Landtagswahl 2018 in Bayern: So funktioniert die Wahl

Sie können auf verschiedenen Wegen Ihre Stimme abgeben, wenn Sie im Freistaat Bayern stimmberechtigt sind. Sie können für die Landtagswahl 2018 in Bayern Briefwahl beantragen oder direkt im Wahllokal abstimmen. Dabei ist es in jedem Fall wichtig zu wissen, welchen Unterschied es zwischen der Erststimme und Zweitstimme gibt. Das Wahlsystem ist nämlich nicht völlig identisch mit dem der Bundestagswahl.

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