Lammert ärgert sich über schlechtes Politiker-Image

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Bundestagspräsident Norbert Lammert ( CDU) beklagt das schlechte Image der Politiker in Deutschland .

Berlin - Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hält das unverändert schlechte Ansehen von Politikern in Deutschland für ungerechtfertigt.

Dieses Negativ-Image werde den tatsächlichen Leistungen der meisten politischen Akteure nicht gerecht, sagte er am Dienstag in Berlin. Er könne deshalb Kollegen verstehen, die sich nach zwei oder drei Wahlperioden im Bundestag dazu entschließen, aus der Politik auszuscheiden und in einen anderen Beruf zu wechseln. Dies seien oft nicht die “weniger Begabten“. Lammert stellte ein Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung zum Image der Politik vor.

Wer in welchem Bundesland regiert

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Der Parlamentschef räumte ein, dass Politiker selbst durch den Umgang miteinander eine Mitschuld an dem Ansehensverlust trügen. Dazu gehörten etwa gegenseitige “rhetorische Überbietungswettbewerbe“. Erstaunlich sei die Diskrepanz in Umfragen zwischen der Distanz zu Politikern und der “ungebrochenen Vertrauensseligkeit“ der Bevölkerung in den Staat. Bemerkenswert sei es auch, dass demokratisch gewählte Politiker in Deutschland oft weniger angesehen seien als ihre Vorgänger aus früheren Zeiten, die nicht aus Wahlen hervorgegangen sind. Laut einer Allensbach-Untersuchung aus dem Jahr 2008 rangierten unter 17 Berufen Politiker auf dem vorletzten Platz. An der Spitze der Wertschätzung standen damals Ärzte, gefolgt von Pfarrern.

dpa

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