20.000 Teilnehmer erwartet

Kurden-Demo in Köln trotz befürchteter Ausschreitungen friedlich gestartet

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Teilnehmer einer Demonstration der Kurden schwenken Fahnen in Hamburg (Archivbild vom 12. Oktober)

Trotz befürchteter Ausschreitungen konnte die  Großdemonstration in Köln gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien starten. Der Start verlief friedlich. 

Update, 12.15 Uhr: Trotz der Befürchtung, dass es zu Ausschreitungen bei der Kurden-Demo in Köln kommen könnte, hat sich dies nicht bewahrheitet. Die Großdemonstration gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien startete friedlich. 

Die Polizei sprach von einem ruhigen Beginn ohne Ausschreitungen. Am Kölner Hauptbahnhof seien zwar mehrere Anreisende überprüft worden, es sei aber niemand in Polizeigewahrsam genommen worden, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Rund 15.000 Teilnehmer hatten sich angemeldet. Erwartet wurden 20.000 Demonstranten. 

Polizei befürchtet Ausschreitungen: Kurden-Demo in Köln kann trotzdem starten

Köln - „Die Kundgebung findet statt“, sagte eine Sprecherin der Polizei Köln am Samstagmorgen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Bei der Anreise der Protestierenden habe es zunächst keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

Die Polizei rechnet mit über 20.000 Teilnehmern aus ganz Europa. Mehrere Tausend sind als gewaltbereit einzuschätzen. Der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob hatte bereits am Freitag gewarnt, die Demonstration könne bei entsprechender Gefährdungslage auch noch kurz vor dem Start verboten beziehungsweise bei Gewalttätigkeiten umgehend beendet werden. Die Einsatzkräfte stehen stünden mit mehreren Hundertschaften und Wasserwerfern bereit.

Kurden-Demo in Köln: Rund 15.000 Teilnehmer zur Großdemo angemeldet

Die Veranstalter hatten rund 15.000 Teilnehmer angemeldet, viele Kurden werden erwartet. Aufgerufen haben mehrere linke Bündnisse, auch die Partei Die Linke unterstützt den Aufruf.

Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, twitterte am Morgen unter dem Stichwort „#WirHier“: „Für den Zusammenhalt in Deutschland, gegen Gewalt auf unseren Straßen.“ Die Dachverbände der kurdischen Gemeinden in Deutschland haben eigenen Angaben zufolge keine Anhaltspunkte für Gewaltbereitschaft.

Die Stadt Köln empfahl, den Innenstadtbereich großräumig zu meiden.

Kurden-Demo in Stuttgart: Nach der Offensive des türkischen Militärs in Syrien kommt es in Stuttgart seit zwei Wochen zu Demonstrationen von Kurden. Am Samstag rechnet die Polizei mit Ausschreitungen.

Alle Infos zur Türkei-Offensive in Syrien finden Sie in unserem Live-Ticker

dpa

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