Kernkraftgegner-Demo: Am Samstag wird's heiß

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Demonstrationen gegen Kernkraft und die Folgen bringen immer wieder Tausende auf die Beine: Am Samstag in Berlin wird mit 50 000 Teilnehmern gerechnet.

Berlin - Am Samstag wollen sie in Berlin ein Zeichen setzen. Dort, wo die Entscheidungen fallen - im Regierungsviertel - kündigen die Kernkraftgegner ein Großaufgebot an.

Das Organisationsbündnis “Atomkraft: Schluss jetzt“ mobilisiert für eine Großdemonstration, bei der die Demonstranten am Samstag das Regierungsviertel umzingeln wollen.

“Uns wurden bisher über 200 Busse und drei knackend volle Sonderzüge gemeldet“, sagte Uwe Hiksch von den Naturfreunden Deutschland am Freitag in Berlin. Zahlreiche Anfragen nach weiteren Bussen erreichten die Veranstalter. “Wir gehen davon aus, dass wir die Marke von 50 000 Teilnehmern gut erfüllen werden“, betonte Hiksch. Es werde “eine mächtige und große Demonstration“ werden, mit einer “Breite, die man sich früher hat nicht vorstellen können“.

Der Demonstrationszug soll sich ab 12 Uhr auf dem Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof sammeln. Ab 14 Uhr ist die Umzingelung des Regierungsviertels mit einer symbolischen Sitzblockade geplant.

Zu der Demonstration werden auch Vertreter der Parteien erwartet. Sigmar Gabriel (SPD), Renate Künast, Jürgen Trittin (beide Grüne) und Gregor Gysi (Linke) hätten ihr Kommen angekündigt, hieß es.

Im Streit um die Nutzung der Reichstagswiese waren die Veranstalter vor dem Verwaltungsgericht Berlin der Versammlungsbehörde unterlegen. Diese hatte aus Gründen des Grünflächenschutzes deren Nutzung für die Demonstration untersagt. “Auch wenn wir vor dem Oberverwaltungsgericht noch Erfolg haben sollten, wird die Abschlusskundgebung auf dem Washingtonplatz stattfinden“, sagte Hiksch.

Gegenwärtig überlegten die Organisatoren den Fall bis vor das Bundesverfassungsgericht zu bringen. Es könne nicht sein, “dass der zentrale Platz der Demokratie in Deutschland eine demokratiefeindliche Zone “ sei, kritisierte Hiksch.

dapd

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