Schriftsteller steht unter Polizeischutz

Brandanschlag auf Kasseler Krimi-Autor: Stecken Erdogan-Anhänger dahinter? 

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Opfer eines Brandanschlags: Matthias P. Gibert beschäftigt sich in seinem Kassel-Krimi "Tödlicher Befehl" mit dem türkischen Geheimdienst.

In einem Krimi erzählt der Autor Matthias P. Gibert vom türkischen Geheimdienst. Nun wurde ein Brandanschlag auf sein Haus verübt. Der Kasseler steht unter Polizeischutz und hat einen Verdacht.

Kassel - Als der Kasseler Schriftsteller Matthias P. Gibert in der Nacht auf den 21. September aus dem Schlaf gerissen wird, blickt er auf ein Feuer vor seiner Haustür. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatten Unbekannte mit einem Molotowcocktail einen Brandanschlag auf das Haus des Krimi-Autors verübt. Zudem lagen am Tatort Flugblätter mit der türkischen Flagge. Nun ermittelt die Polizei, ob es einen politischen Hintergrund gibt, wie HNA.de berichtet.

Anlass ist der jüngste Roman von Gibert, der sich mit seinen Kassel-Krimis in Nordhessen einen Namen gemacht hat. In seinem gerade erschienenen Buch "Tödlicher Befehl" geht es um einen Agenten des türkischen Geheimdienstes, der einen deutschtürkischen Lokalpolitiker in Kassel töten soll - indem er dessen Auto manipuliert. Der türkische Präsident, der den Mord in Auftrag gibt, heißt im Krimi zwar nicht Erdogan, ist aber so allmächtig wie der Herrscher am Bosporus. 

Gegenüber Hessenschau.de vermutet Gibert, "dass ein Anhänger des tatsächlichen Staatspräsidenten sich beleidigt fühlt. Vielleicht sieht er auch den Staatspräsidenten beleidigt. Was anderes kann ich mir nicht erklären." Die Polizei hatte den Anschlag auf das Haus des Schriftstellers zunächst nicht bekannt gemacht, um ihn zu schützen. Nun steht der 58-Jährige unter Polizeischutz - auch bei seinen Lesungen. 

Die ganze Geschichte lesen Sie bei unseren Kollegen von HNA.de

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