Griechenland-Hilfe: Zoff in der CDU

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Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich will die Griechen eventuell aus der Euro-Zone rauswerfen.

Berlin - Soll man das bankrotte Griechenland aus der Euro-Zone rauswerfen? Ist die Milliarden-Hilfe eine Zumutung für Deutschland? Darüber streitet sich jetzt die CDU-Spitze.

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Die CDU-Spitze streitet über die Forderung nach einem möglichen Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hält den Vorschlag aus der CSU für überlegenswert. “Ich glaube, dass das zumindest eine Alternative ist, die man nicht gleich vom Tisch streichen sollte.“

Dagegen lehnten Unions-Fraktionschef Volker Kauder und Hessens Regierungschef Roland Koch einen solchen Ausschluss Griechenlands ab. Kauder stellte Bedingungen für deutsche Hilfen an das finanziell angeschlagene Griechenland. “Allein mit einem Kredit ist es nicht getan.“ Das entsprechende Gesetz für Hilfen solle aber so schnell wie möglich verabschiedet werden. Koch sagte, die europäische Währungsgemeinschaft müsse stabil bleiben. Dies gehe nur, wenn Deutschland keine “Zumutungen erleidet“. Der deutsche Anteil der möglichen Griechenlandhilfe aus den Euro-Ländern liegt bei mehr als acht Milliarden Euro.

dpa

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