Flüssigkeiten an Bord ab 2013 wieder erlaubt

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Ab 2013 werden die Vorschriften für Flüssigkeiten an Bord von Flugzeugen wieder gelockert

Montreal - Europäische Flugreisende dürfen ab dem Jahr 2013 wieder Flüssigkeiten mit ins Handgepäck nehmen. Die EU-Kommission entschied sich trotz Kritik der USA für die Lockerung.

Bis 2013 sollen alle Flughäfen in Europa über entsprechende Scanner verfügen, die zwischen Getränken beziehungsweise Kosmetika sowie Flüssigsprengstoff differenzieren können. Derzeit dürfen Reisende nur Flüssigkeiten bis maximal 100 Millimeter Volumen mit ins Flugzeug nehmen, sie müssen gesammelt in einem durchsichtigen Plastikbeutel bei der Sicherheitskontrolle vorgezeigt werden.

USA kritisieren EU-Beschluss

Bedenken gegen die Lockerung des Flüssigkeitsverbots haben die USA geäußert. Sie befürchten ein erhöhtes Terrorrisiko. US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano sprach sich gegen die Pläne der EU und der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO aus. Es sei zu früh, einen Zeitpunkt für die Aufhebung des Verbots zu nennen, sagte Napolitano am Dienstag am Rande einer ICAO-Konferenz in Montreal. Die US-Flughäfen werden allerdings auch mit den modernen Scannern ausgestattet, die Sprengstoff erkennen können.

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Ein versuchten Anschlag mit Flüssigsprengstoff auf einen Transatlantikflug 2006 hatte das Verbot von Flüssigkeiten an Bord von Flugzeugen ausgelöst. Seitdem dürfen Passagiere nur noch geringe Mengen an flüssigen Stoffen mit ins Handgepäck nehmen.

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