Pinkwarts Ampel-Kurs findet Unterstützung

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Der Vorsitzende der FDP, Guido Westerwelle (l), spricht in Düsseldorf mit dem Landesvorsitzenden der NRW-FDP, Andreas Pinkwart (M), und NRW-Innenminister Ingo Wolf (r).

Düsseldorf - Nach dem Vorstoß FDP-Vorsitzenden Andreas Pinkwart, Gespräche mit der SPD und den Grünen zu führen, befürworten liberale Politiker eine Ampelkoalition. Doch einer prophezeit wenig Chancen.

Nach dem überraschenden Gesprächsangebot des nordrhein-westfälischen FDP-Vorsitzenden Andreas Pinkwart an SPD und Grüne mehren sich bei den Liberalen die Stimmen, die eine Ampelkoalition befürworten. Sowohl Landes- als auch Bundespolitiker sprachen sich am Mittwoch dafür aus, zumindest mit Sozialdemokraten und Umweltpartei zu sprechen.

Der Europaabgeordnete Alexander Graf Lambsdorff, Mitglied des FDP-Landesvorstands, sagte dem Radiosender “hr-Info“, bei Sondierungsgesprächen könne herauskommen, dass es zu wenige Gemeinsamkeiten gebe. “Aber von vornherein jede Koalition mit demokratischen Parteien auszuschließen, das halte ich in einer sich wandelnden Parteienlandschaft aber für einen Fehler“, wird der FDP-Politiker zitiert.

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Auch der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum rief seine Parteifreunde an Rhein und Ruhr zu Gesprächen mit SPD und Grünen auf. Dafür dürften auch keine Vorbedingungen gestellt werden, sagte Baum mit Blick auf Pinkwart, der von SPD und Grünen vor derartigen Gesprächen eine klare Absage an die Linkspartei gefordert hatte. Zugleich warnte Baum, sollte es in Nordrhein-Westfalen zu einer großen Koalition kommen, würde auch die Rolle der FDP in Berlin geschwächt.

Der frühere FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Gerhardt zeigte sich jedoch skeptisch, ob es im bevölkerungsreichsten Bundesland zu einer Ampelkoalition kommen könnte. Im Radiosender “SWR 2“ nannte er ein Bündnis aus SPD, FDP und Grünen ein “schönes Denkspiel“. In der Wirklichkeit lägen die Liberalen mit ihren Positionen zur Haushalts-, Bildungs- und Energiepolitik aber sehr weit entfernt von denen der Sozialdemokraten und der Umweltpartei, fügte Gerhardt hinzu.

DAPD

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