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EU-Kommission kritisiert Polens Rundfunkgesetz

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Mediengesetz in Polen
Satellitenschüsseln werden am Hauptsitz des Fernsehsenders TVN, das dem US-Unternehmen Discovery gehört, in Warschau blau beleuchtet. © Czarek Sokolowski/AP/dpa

Polen setzt restriktive Kriterien für die Erteilung von Rundfunklizenzen an. Das könne die Medienfreiheit noch zusätzlcih einschränken, kritisiert die EU-Kommission.

Brüssel - Die Medienlandschaft in Polen gerät nach Ansicht der EU-Kommission immer weiter unter Druck.

Das neue Rundfunkgesetz könne zu erzwungenen Änderungen der Eigentümerstruktur von Medienunternehmen führen und stelle ein ernsthaftes Risiko für die Medienfreiheit und -vielfalt dar, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Montag. „Dies kann zu einer Einschränkung der Medienfreiheit in Polen führen, wo die Medienlandschaft bereits unter der zunehmenden Politisierung leidet.“

Das polnische Parlament hatte die Änderung des Rundfunkgesetzes am Freitag verabschiedet. Künftig sollen Rundfunklizenzen nur noch an Ausländer vergeben werden dürfen, wenn diese Zentrale oder Wohnsitz im Bereich des Europäischen Wirtschaftsraums haben. Zusätzlich darf der Lizenznehmer nicht von jemandem abhängig sein, der Zentrale oder Wohnsitz außerhalb hat. Nach Ansicht von Kritikern zielt das Gesetz auf den Privatsender TVN, der eine kritische Linie gegen die Regierungspartei PiS vertritt. Die Entscheidung liegt nun bei Präsident Andrzej Duda, der das Gesetz per Veto stoppen könnte.

Regierungschef Mateusz Morawiecki verteidigte die Novelle am Montag erneut. Grund für die Änderung sei, dass man Regelungen detaillierter gefasst habe, die bislang umgangen worden seien. Ähnliche Verordnungen mit Restriktionen für ausländische Investoren gebe es beispielsweise auch in Deutschland, Frankreich und Österreich. dpa

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