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Donald Trump: Sohn Eric berichtet von „hervorragender Beziehung“ zu Putin

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Von: Daniel Dillmann

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Freunde, lange vor dem Ukraine-Krieg: Russlands Präsident Wladimir Putin und der ehemalige US-Präsident Donald Trump.
Freunde, lange vor dem Ukraine-Krieg: Russlands Präsident Wladimir Putin und der ehemalige US-Präsident Donald Trump. © Juan Mabromata/afp

Kaum jemand in den USA steht nach dem Angriff auf die Ukraine noch hinter Wladimir Putin. Doch manch einer brüstet sich immer noch mit dessen Freundschaft.

Washington D.C. – Anfangs hatten sie noch offen Wladimir Putin und Russland die Daumen gedrückt*. Doch mittlerweile haben selbst Donald Trump und seine Fans auf Fox News in Sachen Ukraine-Krieg den Ton gewechselt. Statt Verständnis und Lob für Russlands Präsidenten Wladimir Putin hatte Trump zuletzt vorgeschlagen, man solle doch als chinesische Flugzeuge getarnte Bomber der US-Luftwaffe schicken und Russland angreifen. Wenn dann der Kreml gegen China* in den Krieg ziehen würde, könne sich die USA „zurücklehnen und zuschauen“.

Der plötzliche Sinneswandel in Sachen Ukraine-Konflikt führt im Programm von Fox News zu offensichtlichen Verwirrungen und ist anscheinend längst noch nicht zu allen durchgedrungen. Jemand, dem das neue Narrativ scheinbar noch nicht mitgeteilt wurde, ist Eric Trump*. Das drittälteste Kind Donalds war am Montag (14.03.) zu Gast bei Fox News und sagte dort: „Nebenbei, mein Vater hatte eine hervorragende Beziehung zu Wladimir Putin. Gleichzeitig schickte er tausende Javelin-Raketen in die Ukraine. Ist das nicht unglaublich?“ Der amtierende US-Präsident Joe Biden* wiederum habe gar keine Beziehung zu Putin und würde der Ukraine „nur Decken“ schicken.

Wladimir Putin über Donald Trump: „Ein buntes Individuum“

Den identischen Vorwurf machte Eric Trump bereits am Sonntag, ebenfalls bei Fox News, da aber in Richtung Barack Obama. Auch er habe nur „Decken in die Ukraine geschickt“. Tatsächlich hatte die Obama-Regierung bereits vor dem Ukraine-Krieg und auch vor der Besetzung der Krim durch Russland insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar Militär-Hilfe an die Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj* überwiesen. Das berichtete damals die „Kyiv Post“.

Doch statt Fakten beschäftigte sich Eric Trump auch bei seinem dritten Fox News-Auftritt innerhalb von nur zwei Tagen lieber weiter mit der Beziehung seines Vaters Donald zu Wladimir Putin. Der russische Präsident sei bekanntlich „bei KGB gewesen“, dem russischen Geheimdienst. „Er kann Leute lesen“, so Eric Trump über Putin. Deshalb habe er gemerkt, wie stark Donald Trump sei.

Wladimir Putin hatte sich in einem Interview mit dem Nachrichtensender CBS zum Ende der Amtszeit Donald Trumps über diesen geäußert und ihn ein „buntes, aber außergewöhnlich begabtes Individuum“ genannt. (Daniel Dillmann) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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