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Sahra Wagenknecht denkt über eigene Partei nach

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Von: Caspar Felix Hoffmann

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Die Linke will am Wochenende einen Ausweg aus ihrer Krise suchen. Ex-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht erwägt indes, eine neue Partei zu gründen.

Berlin/Frankfurt – Die Linke will bei einem Treffen nächstes Wochenende in Leipzig einen Ausweg aus ihrer Krise suchen. Geladen sind die Partei- und Fraktionsspitzen auf Bundes- und Landesebene, wie Parteichefin Janine Wissler am Montag (5. Dezember) mitteilte. Die Partei sei in einer „schwierigen Situation“.

Es gehe um die Aufstellung für die Landtagswahlen in Berlin, Hessen und Bayern und um die strategische Ausrichtung. Hintergrund sind die schlechten Wahlergebnisse der Partei bei der Bundestagswahl und den folgenden Landtagswahlen sowie eine anhaltende Debatte über eine mögliche Spaltung.

Die Linke: Ex-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht erwägt neue Partei

Die frühere Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hatte zuletzt öffentlich Erwägungen über die Neugründung einer Partei angestellt, sich aber noch nicht festgelegt. Im Parteiensystem gebe es eine Leerstelle, die die Linke nicht ausfülle, hieß es zuletzt aus ihrem Umfeld. Ihr Parteikollege Gregor Gysi hatte hingegen von einer historischen Verantwortung gesprochen, die Partei zusammenzuhalten. Der Politiker richtete zuletzt mehrfach Appelle an Wagenknecht. Die Ex-Fraktionschefin liegt mit Wissler und deren Co-Vorsitzenden Martin Schirdewan über Kreuz. Wagenknechts Gegner in der Partei drängen ihrerseits auf eine klarere Festlegung, wie es mit der Partei weiter gehen soll.

Linken-Chef Schirdewan hat zudem erneut vor Spaltungstendenzen in seiner Partei gewarnt. Solche Spekulationen seien nicht hilfreich. „Das schadet der Partei, das muss man ganz klar sagen.“ Er gehe davon aus, dass alle, die in Verantwortung stünden, das Notwendige täten, um die Partei zu stabilisieren. „Wir arbeiten an konkreter Konfliktlösung.“ 

Sahra Wagenknecht
Steht mit der Linken-Partei im Zwist: Sahra Wagenknecht. © Kay Nietfeld/dpa

Die Linke: Wagenknechts neue Partei hätte in Ostdeutschland gute Chancen

Viele Wählerinnen und Wähler zeigen indes einer Umfrage zufolge Interesse an einer möglichen neuen Partei der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht. Auf die Frage „Könnten Sie sich grundsätzlich vorstellen, eine von Sahra Wagenknecht gegründete neue Partei zu wählen?“ antworteten 30 Prozent der Befragten „ja“ oder „eher ja“. In Ostdeutschland waren es demnach sogar 49 Prozent, wie der Spiegel berichtet.

Führt Deutschland einen „Wirtschaftskrieg“ gegen Russland? So zumindest sieht es Sahra Wagenknecht. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch distanziert sich.

Das Leipziger Parteitreffen von Samstag (10. Dezember) bis Sonntag (11. Dezember) soll nicht öffentlich sein. Erwartet wird eine anschließende Erklärung. (cas/dpa)

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