Fast 10.200 Menschen

Deutschland schiebt wieder mehr Ausländer ab

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Abschiebung am Berliner Flughafen Schönefeld (Archivbild).

Berlin - Deutschland schiebt wieder mehr abgelehnte Asylbewerber und Migranten ab. Im vergangenen Jahr waren es knapp 10.200 Menschen.

Das geht aus der am Dienstag bekannt gewordenen Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor. Die größte Gruppe bildeten die Serben mit rund 1.900 Abgeschobenen, gefolgt von Mazedoniern und Kosovaren. Im Jahr 2012 waren hingegen nur etwa 7.600 Menschen aus Deutschland abgeschoben worden.

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" vom Dienstag mussten damit 2013 so viele Menschen zwangsweise das Land verlassen wie seit 2006 nicht mehr. Damals waren demnach fast 14.000 Ausländer abgeschoben worden. Eine Abschiebung wird vor allem gegen abgelehnte Asylbewerber angeordnet, die nicht freiwillig ausreisen, sie kann aber auch Migranten mit abgelaufenem Visum oder abgelaufener Aufenthaltserlaubnis treffen. Die Zahlen dürften im Zusammenhang mit der steigenden Zahl von Asylbewerbern stehen. Serben und Mazedonier zählen zu den Hauptherkunftsländern der Asylbewerber. Oft handelt es sich um Roma, die zumeist aber nicht als politisch verfolgt anerkannt werden.

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AFP

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