JU: DDR-Symbole verbieten

Berlin - Neue Verbotsidee der Jungen Union: Die Nachwuchs-Konservativen wollen DDR-Symbole verbieten lassen.

Zum Jahrestag des Mauerbaus hat die Junge Union in Berlin gefordert, die Verwendung “besonders verbrecherischer Symbole der DDR-Zeit“ zu verbieten. “Das Logo der Stasi gehört zu den Symbolen, welche aufgrund der Grausamkeiten, für die sie stehen, verboten werden sollte.

Auch ein Verbot des NVA- und des SED-Logos sollte diskutiert werden“, erklärte der JU-Vorsitzende Conrad Clemens am Donnerstag. Die “Verbreitung und Verwendung“ sollte mit einer Geldstrafe bestraft werden, verlangte er. “DDR-Nostalgie kann lustig und harmlos sein. Es muss aber auch klare Grenzen geben.“

Vergessen und Verklärung Vorschub geleistet

Clemens erklärte, SPD und Linkspartei hätten sich der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit bisher bestenfalls halbherzig gestellt. “Auf dem Papier und in Lippenbekenntnissen“ würden die Verbrechen der DDR zwar verurteilt, in der Praxis werde dem Vergessen und der Verklärung aber Vorschub geleistet.

Die Junge Union setze sich hingegen dafür ein, “die DDR-Vergangenheit unseres Landes künftig öfter, stärker und breiter in der Öffentlichkeit zu diskutieren“. Die Behandlung der DDR-Geschichte sowie der Unterschiede zwischen DDR und Bundesrepublik komme in der Schule zu kurz. “Wir fordern daher, diesem Thema durch Änderungen der Lehrpläne künftig mehr Gewicht im Schulunterricht einzuräumen, auch durch verpflichtende Exkursionen zu authentischen Gedenkstätten.“

Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts sollte in der vorletzten, und die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts sollte in der letzten Klasse vor dem mittleren Schulabschluss Gegenstand des Geschichtsunterrichts werden.

ap

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