Clinton: Wir brauchen mehr Vertrauen

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Freundschaftliche Begrüßung unter Kollegen: Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle und Hillary Clinton bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

München - US-Außenministerin Hillary Clinton verlangt mehr Vertrauen zwischen dem Westen und Russland. Clinton bezeichnet Europa gleichzeitig wegen ungelöster Konflikte als unsicher.

Bei der Sicherheitskonferenz in München forderte sie am Samstag in München Europa auch auf, im Kampf gegen die Schuldenkrise mehr für wirtschaftliches Wachstum zu tun. Und sie versicherte: „Europa ist für uns der Partner der ersten Wahl.“

„Gemeinsam mit Europa haben wir daran gearbeitet, unsere strategischen Beziehungen zu Russland zu verbessern“, sagte Clinton. „Dieses Bemühen hat Ergebnisse gebracht, aber wir müssen noch weiter daran arbeiten.“ Dies sei jedoch „nicht der einzige Bereich, wo wir gegen Misstrauen kämpfen müssen“. „So lange es wichtige ungelöste Konflikte in Osteuropa, auf dem Balkan, im Kaukasus und im Mittelmeer gibt, bleibt Europa unvollständig und unsicher.“

Die US-Außenministerin forderte: „Wir müssen mehr tun, um ein Gefühl des Vertrauens zu schaffen und das Misstrauen zwischen uns zu überwinden. Das muss eines unserer strategischen Ziele sein, wenn wir die vor uns liegenden Herausforderungen bewältigen wollen.“

Sicherheit und Wohlstand seien untrennbar. „Wir brauchen eine gemeinsame Agenda für Wirtschaftsaufschwung und Wachstum. Das ist ebenso zwingend wie unsere globale Sicherheits-Zusammenarbeit.“ Europa kämpfe gegen die Finanzkrise. „Wir bleiben zuversichtlich, dass Europa den Willen und die Mittel hat, nicht nur die Schulden zu reduzieren und die nötigen Brandmauern zu bauen, sondern auch Wachstum zu schaffen, die Liquidität und das Vertrauen der Märkte wieder herzustellen.“

dpa

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