Chinesischer Künstler Ai Weiwei bleibt verschwunden

Peking - Einen Tag nach seiner Festnahme auf dem Pekinger Flughafen gibt es weiter kein Lebenszeichen des berühmtesten chinesischen Gegenwartskünstlers Ai Weiwei.

Sein Mobiltelefon war auch am Montag abgeschaltet, die staatlichen chinesischen Medien berichteten mit keinem Wort über den Fall. Über den Kurzmitteilungsdienst Twitter riefen Freunde des regimekritischen Künstlers zu seiner Freilassung auf.

Ai Weiwei war am Sonntag von der Grenzpolizei festgenommen worden. Die Polizisten hätten ihm erklärt, er habe “andere Sachen“ zu erledigen und können seinen Flug nicht antreten, sagte eine Mitarbeiterin des Künstlers. Ai Weiwei wollte am Sonntag nach Hongkong fliegen.

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Die Polizei hatte auch Ais Studio in Peking durchsucht und acht Mitarbeiter auf eine örtliche Polizeistation gebracht. Sie wurden am späten Sonntag dann wieder freigelassen. Das Studio wurde von der Polizei abgesperrt und 30 Computer beschlagnahmt, sagten Mitarbeiter am Montag.

Ai, der in der Vergangenheit häufiger Deutschland besuchte, wollte am 29. April eine Ausstellung in Berlin eröffnen. Zudem hatte der 53-Jährige kürzlich in einem Telefongespräch mit der dpa erklärt, er wolle ein neues Studio in Berlin eröffnen, auch weil er in Peking immer stärker am Arbeiten gehindert werde.

dpa

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