CDU-Vize: "Schwarz-Grün ist nicht tot"

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CDU-Vize Norbert Röttgen

Berlin - CDU-Vize Norbert Röttgen warnt seine Partei davor, die Option auf Bündnisse mit den Grünen abzuschreiben. Der Umgang zwischen beiden Parteien habe sich stark verbessert.

“Schwarz-Grün ist schon deshalb nicht tot, weil über die Möglichkeiten von Koalitionen nicht zuletzt die Bürger mit ihren Stimmen entscheiden“, sagte der Bundesumweltminister der Zeitung “Bild am Sonntag“. Der Umgang zwischen der Union und den Grünen hat sich nach Röttgens Worten trotz der jüngsten politischen Auseinandersetzung stark verbessert: “Das Verhältnis zwischen CDU und Grünen war einst fast feindselig, und wir müssen nun wechselseitig zugestehen: Wir sind Wettbewerber geworden. Und wir sind vielleicht die gesellschaftspolitisch interessantesten Kontrahenten der deutschen Politik.“

Der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU sieht kein politisches Themenfeld, bei dem Union und Grüne unvereinbare Positionen trennten: “Es gibt große politische Unterschiede, insbesondere im gesellschaftspolitischen Bereich, in der Außenpolitik oder bei wirtschaftspolitischen Fragen. Für unüberwindbar halte ich die aber nicht.“ Zugleich sprach sich Röttgen gegen Leihstimmen an die FDP aus: “In dem Fünf-Parteien-System, das wir auf absehbare Zeit haben werden, wäre es überheblich, wenn wir versuchen würden, dem Wähler vorzugeben, welche Koalition er zu wählen habe. Das funktioniert nicht mehr. Deshalb muss die Union versuchen, so stark zu werden, wie es eben geht.“

dapd

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