Bundeswehr: Weniger rechtsextremistische Vorfälle

Berlin - Die Zahl rechtsextremistischer Vorfälle in der Bundeswehr ist im vergangenen Jahr erneut deutlich zurückgegangen. Um welche Vergehen es sich dabei genau handelt:

Die im vergangenen Jahr gezählten 63 Fälle waren ausschließlich Propagandadelikte, etwa das Hören rechtsextremistischer Musik, das Zeigen des Hitlergrußes oder Sieg-Heil-Rufe, heißt es im Jahresbericht des Wehrbeauftragten des Bundestags, Hellmut Königshaus. Dieser wurde am Dienstag in Berlin vorgestellt. Im Vorjahr 2010 wurden 82 Fälle gezählt, 2009 waren es noch 122.

„Bei den Tätern konnten oft keine eindeutigen rechtsextremistischen Motive festgestellt werden“, heißt es im Bericht. „Insbesondere jungen Mannschaftssoldaten fehlte in vielen Fällen die nötige Reife, ihr unbotmäßiges Handeln zu erkennen.“ Bedenklich sei allerdings, dass vereinzelt auch Unteroffiziere auffällig geworden seien.

dpa

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