Bundeswehr setzt erstmals Artillerie ein

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Mit der 155-Millimeter-Kanone können vom Feldlager aus Ziele in einem Umkreis von 40 Kilometern auf 20 bis 30 Meter genau getroffen werden.

Berlin - Die Bundeswehr hat in Afghanistan erstmals ihre neuen Panzerhaubitzen eingesetzt. Ende Mai war das das Artilleriegeschütz nach Afghanistan verlegt worden.

Das schwere Geschütz feuerte nach Bundeswehrangaben am Samstag fünf Schuss ab, um die Bergung eines durch einen Sprengstoffanschlag beschädigten Fahrzeugs zu ermöglichen. Dabei sei scharfe Munition zum Einsatz gekommen, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Es war nach Einschätzung von Experten der erste Einsatz von schwerer Artillerie in der Geschichte der Bundeswehr überhaupt. Über die näheren Umstände des Beschusses gab es zunächst keine Angaben.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte im April die Verlegung der schweren Geschütze nach Kundus angeordnet. Die Haubitze soll den Soldaten in den immer häufigeren Gefechten mit den radikalislamischen Taliban Rückendeckung geben. Im Süden Afghanistans wird die Haubitze seit 2006 von den Niederländern genutzt.

Im Unruhedistrikt Char Darah bei Kundus waren bei der Detonation von zwei Sprengfallen am Samstag zwei Bundeswehrsoldaten leicht verletzt und Bundeswehrfahrzeuge beschädigt worden.

dpa

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