Neue Details zur Tragödie

Bundeswehr-Drama: Pilotin verbrennt nach Absturz - Hunderte Trauernde verabschieden sich

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Ein Schulungshubschrauber der Bundeswehr ist am Montag in ein Getreidefeld abgestürzt. Nach dem Absturz und Brand soll von dem Hubschrauber nur noch ein Metall-Klumpen übrig sein.   

Ein Hubschrauber der Bundeswehr ist am Montag über Niedersachsen abgestürzt. Es gab eine Tote und einen Schwerverletzten. Die Maschine war auf einem Übungsflug.

  • In Aerzen/Niedersachsen ist ein Bundeswehr-Hubschrauber mit zwei Piloten an Bord abgestürzt
  • Nach aktuellem Stand gab es eine Tote und einen Schwerverletzten
  • Das Unglück ereignete sich auf einem Schulungsflug
  • Trauriger Tag für die Bundeswehr: Auch im Kosovo kam ein Soldat ums Leben

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Update vom 11. Juli 2019:

Nach dem Absturz eines Bundeswehr-Hubschraubers haben sich hunderte Trauernde von der getöteten Pilotin verabschiedet. 600 Soldaten und Gäste nahmen am Donnerstag an der Trauerfeier für die 25-jährige Soldatin teil, wie die Bundeswehr mitteilte. Die Zeremonie fand im Hubschrauberausbildungszentrum im niedersächsischen Bückeburg statt.

Auf Wunsch der Familie war die Veranstaltung nicht öffentlich. Die Soldatin war am 1. Juli ums Leben gekommen. Bei dem Unglück wurde ein weiteres Besatzungsmitglied verletzt.

Bundeswehr-Drama: Pilotin verbrennt nach Absturz - Zeugin schildert Beobachtung

16.46 Uhr: Der Ort des Absturzes eines Bundeswehrhubschraubers nahe Hameln liegt an einer für Tiefflugmanöver festgelegten Strecke. Das sagte der Kommandeur des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums und General der Heeresfliegertruppe, Ulrich Ott, am Dienstag in Bückeburg. „Man kann dort bis zu drei Meter tief an den Boden heranfliegen, muss aber nicht.“ Bei dem Absturz des mit zwei Piloten besetzten Hubschraubers war am Montag eine 25-jährige Soldatin ums Leben gekommen, der andere Soldat wurde verletzt. „Wir trauern um unsere Kameradin“, sagte Ott. 

Die Ermittlungen zur Unglücksursache habe der General Flugsicherheit aufgenommen. Der Pilot, der überlebt habe, sei noch im Krankenhaus und werde psychologisch betreut: „Es geht ihm körperlich gut“, heißt es mittlerweile.

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11.59 Uhr: Eine Anwohnerin äußert sich gegenüber RTL zum Absturz des Bundeswehr-Hubschraubers: „Wir haben gegrillt, da haben wir gesehen, dass die Hubschrauber hier geflogen sind, dann sind wir kurz rein, haben innen einen Knall gehört. Dann hat es gleich gequalmt, wir sind den Feldweg entlang gelaufen und haben nur noch einen im Feld liegen sehen ...“

Bundeswehr Hubschrauber-Absturz: Piloten hatten 450 Flugstunden absolviert

Update vom 2. Juli 2019, 9.32 Uhr: Der Hubschrauber-Absturz trifft die Bundeswehr hart. Eine Soldatin (26) ist tot. „Die Absturzursache ist bisher vollkommen unklar“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Abend nahe der Unglücksstelle, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Der sogenannte General Flugsicherheit soll nun die Unglücksursache aufklären. Der General Flugsicherheit ist eine Position mit eigener Abteilung im Luftfahrtamt der Bundeswehr.

„Wir wissen, dass beide Piloten eine umfassende Ausbildung auf diesem Hubschrauber EC135 hatten“, sagte von der Leyen. Sie hätten je 450 Flugstunden absolviert und sich in der Weiterbildung zum Fluglehrer befunden.

Video: Bundeswehr-Hubschrauber stürzt ab - ein Todesopfer

Bundeswehr-Drama: Pilotin verbrennt nach Hubschrauber-Absturz - Neue Details zur Tragödie

Die News vom 1. Juli 2019:

20.50 Uhr: Neue Nachrichten zum Überlebenden des Absturzes. Nach Informationen der Bild-Zeitung soll es sich bei dem Schwerverletzten um einen Fluglehrer handeln. Dieser sei aus dem Wrack geschleudert worden und habe sich humpelnd retten können, bevor die Maschine voll ausbrannte. Er soll schwer verletzt sein. Die Pilotin verbrannte demnach im Wrack, von dem laut dem Blatt nur noch ein etwa ein Kubikmeter großer Metall-Klumpen übrig sein soll. Auch das Getreidefeld ging in Flammen auf. Bisher gäbe es noch keine Erkenntnisse, weshalb der Helikopter verunglückt sei, sagte ein Sprecher der Bild.

Bundeswehr: Hubschrauber-Drama in Aerzen: Von der Leyen vor Ort

Update um 19.43 Uhr: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist an der Absturzstelle eingetroffen, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen. „Unsere Gedanken, unsere Trauer, unser Mitgefühl sind bei den Angehörigen der Pilotin“, sagte die Bundesministerin.

Auch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) sprach der Familie der Verunglückten sein Mitgefühl aus.

Nach Informationen der Deister-Weser-Zeitung, soll es sich sowohl bei der verstorbenen Pilotin, als auch bei dem verletzen Piloten um erfahrene Flieger gehandelt haben. Sie befanden sich demnach in der Ausbildung zum Fluglehrer. 

Update um 16.50 Uhr: Inzwischen sind ABC-Einheiten der Bundeswehr am Unglücksort in Niedersachsen. Darunter versteht man Spezialisten für die atomare, biologische und chemische Bedrohung. Wie die örtliche Deister-Weser-Zeitung berichtet, könnten bei dem Unglück einer Bundeswehr-Maschine mit einer Toten auch gesundheitsschädliche Fasern freigesetzt worden sein. Deswegen gilt größte Vorsicht. ABC-Spezialteams haben demnach einen Platz für die Dekontamination aufgebaut.  

Ursula von der Leyen (CDU), Verteidigungsministerin, gibt Journalisten in der Nähe der Absturzstelle eines Hubschraubers ein Interview.

Bundeswehr-Hubschrauber in Aerzen (Niedersachsen) abgestürzt: Militärischer Sicherheitsbereich eingerichtet

Update um 16.20 Uhr: Insgesamt waren im verunglückten Bundeswehr-Hubschrauber zwei Personen an Bord. Dabei handelt es sich um die Piloten - nach aktuellem Stand kam die Pilotin ums Leben, der Co-Pilot wurde schwer verletzt. Unterdessen sind am Unglücksort Feuerwehr und Bundeswehr im Großeinsatz. Während die Feuerwehr die entstandenen Brände löscht, kümmert sich die Bundeswehr unter anderem um die Absicherung. Welche Gefahr etwa von den Trümmern der verunglückten Bundeswehr-Maschine ausgeht, ist noch völlig unklar. Die Bundeswehr hat einen militärischen Sicherheitsbereich eingerichtet. 

Toter Soldat im Kosovo: Nächste schlimme Nachricht erschüttert Bundeswehr

Update um 15.30 Uhr: Weiterer Unglücksfall bei der Bundeswehr: Auch im Kosovo ist am Montag ein Bundeswehr-Soldat ums Leben gekommen. Ebenso wird nun beim Unglück in Niedersachsen klar, von welchem Hubschraubertyp die Unglücksmaschine war. Nach Berichten der örtlichen Tageszeitung handelt es sich um einen Hubschrauber des Typs EC-135. Dieser wird im niedersächsischen Bückeburg für Übungsflüge eingesetzt. Offenbar war der verunglückte Hubschrauber der Bundeswehr kurz vor dem Absturz auf einer Übung für den Tiefflug. Beim Modell EC 135 handelt es sich um einen leichten, zweimotorigen Mehrzweckhubschrauber, wie er vor allem für Luftrettung und Überwachungsaufgaben eingesetzt wird.

Ursprungsmeldung von 14.30 Uhr: Bundeswehr-Hubschrauber in Aerzen/Niedersachsen abgestürzt

Aerzen - Ein Hubschrauber der Bundeswehr ist im niedersächsischen Landkreis Hameln-Pyrmont abgestürzt. Bei dem Unglück bei Aerzen, das sich gegen 14 Uhr ereignet hat, gab es laut Polizei mindestens eine Tote. Es handelt sich demnach um die Pilotin des Schulungs-Helikopters. Eine weitere Person, offenbar der Co-Pilot, wurde schwer verletzt. Die Bundeswehr selbst machte zunächst keine Angaben zum Schicksal der Menschen an Bord.

Laut Kreisfeuerwehr soll der Hubschrauber in der Nähe des Ortsteils Dehmke an einem Waldrand abgestürzt sein. Laut Medienberichten liegt das Wrack in einem Kornfeld. Weil es offenbar vor Ort zu einem Waldbrand gekommen ist, ist die Feuerwehr mit zahlreichen Kräften vor Ort. Ebenso an der Unglücksstelle sind Sanitätseinheiten der Bundeswehr. 

Nur wenige Kilometer von der Unglücksstelle entfernt liegt das Internationale Hubschrauber-Ausbildungszentrum. Die Bundeswehr hat inzwischen bestätigt, dass die Maschine von den Heeresfliegern in Bückeburg gestartet war.  

Bundeswehr: Hubschrauber-Absturz mit mindestens einem Toten

Erst vor Kurzem gab es bei der Bundeswehr ein Unglück mit einem Toten. Damals waren zwei Eurofighter in der Luft über Brandenburg zusammengestoßen. Einer der Piloten konnte sich retten, der andere starb. Als wahrscheinliche Ursache des Eurofighter-Unglücks gilt derzeit ein Pilotenfehler.  

Abstürze von deutschen Bundeswehr-Helikoptern sind extrem selten. Aufsehen erregte hatte zuletzt ein Ereignis in Mali, bei dem ein Tiger-Hubschrauber abgestürzt war. Beide Piloten kamen damals ums Leben. Der Unfallbericht legte damals tödliche Fehler offen. So war ein Mechaniker-Fehler während der Wartung maßgeblich für den Absturz verantwortlich.  

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen könnte unterdessen bald in ein anderes Amt wechseln.

Ursula von der Leyen. Auf diese Idee musste man erst einmal kommen, findet Merkur-Kommentator Mike Schier.*

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*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

rpp

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