Livestream: Bahn-Chef Grube zu Stuttgart 21

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Bahn-Chef Rüdiger Grube.

Stuttgart - Bahn-Chef Rüdiger Grube hält das Alternativkonzept der Gegner des Bahnprojekts “Stuttgart 21“ für nicht umsetzbar. Was er sonst noch zu dem Thema zu sagen hat, sehen Sie ab 19.45 Uhr hier im Livestream.

Heute Abend im Livestream ab 19.45 Uhr: Bahnchef Rüdiger Grube spricht im Südwest Presse Forum in Ulm zu Stuttgart 21.

“Dies ist sicherlich eine gut gemeinte Alternative, aber sie lässt sich einfach nicht realisieren“, sagte Grube am Dienstag in Stuttgart. Eine Modernisierung des Kopfbahnhofs sei nicht finanzierbar und werde keine Baugenehmigung erhalten. Und selbst falls diese Hindernisse überwunden werden könnten, wäre eine Fertigstellung erst 2035 möglich. Das Alternativkonzept “Kopfbahnhof 21“ (K 21), das die Gegner von “Stuttgart 21“ favorisieren, war bei der vergangenen Schlichtungsrunde im Streit um das Bahnprojekt am Freitag diskutiert worden.

Stuttgart 21: Argumente Pro und Contra

Stuttgart 21: Argumente Pro und Contra

Bei “K21“ soll der bestehende Kopfbahnhof erhalten und das Gleisvorfeld auf mehrere Ebenen ausgebaut werden. Der Bahnchef versicherte, es gehe ihm bei dieser Diskussion um den Austausch von Argumenten. Er habe dabei die Sorge, “dass ein normaler Wähler das gar nicht nachvollziehen kann“. Deshalb wolle er sich persönlich in die Diskussion mit der Bevölkerung einbringen. “Ich bin kein Betonkopf“, beteuerte Grube. Es gehe ihm um Fakten: “Wir wollen doch auch kein Projekt, das die Bevölkerung nicht will. Wir wollen auch kein Projekt, das sich nicht rechnet. Wir wollen doch hier keinen Blödsinn machen.“

Er stellte die Vorteile eines Durchgangsbahnhof heraus. Bei längeren Fahrtstrecken ließe sich so rund eine halbe Stunde Reisezeit einsparen. Und auch die Anbindung vieler Regionen im Südwesten an den Flughafen Stuttgart werde verbessert. Bei “Stuttgart 21“ wird der Stuttgarter Hauptbahnhof von einer Kopf- zu einer unterirdischen Durchgangsstation umgestaltet. Durch eine Neubaustrecke zwischen Stuttgart und Ulm soll die Fahrtzeit zwischen beiden Städten nahezu halbiert werden. Die Kosten werden derzeit mit insgesamt rund sieben Milliarden Euro veranschlagt. Seit Monaten gibt es große Proteste gegen das Milliardenprojekt, auch wegen der ausufernden Kosten.

dapd

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