Premierminister spricht

Unterstützung aus Athen: Tsipras lobt Merkels Flüchtlingspolitik 

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Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras und Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahr 2016.

Im Asylstreit bekommt Bundeskanzlerin Angela Merkel Unterstützung aus Athen. Der griechische Premierminister Alexis Zipras lobt die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin.

Athen - Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Schutz genommen. Merkel habe versucht, in der Flüchtlingskrise europäisch zu handeln, sagte Tsipras der "Welt am Sonntag". "Das war nicht leicht." 

Wichtige Entscheidungen gingen häufig "mit einem sehr hohen politischen Preis" einher, sagte der Ministerpräsident mit Blick auf die Kritik in Deutschland an der Flüchtlingspolitik: "Angela Merkel war bereit, in dieser Krise ihr politisches Kapital zu wagen." 

Seehofers Alleingang steht bevor

In der Union ist ein erbitterter Streit über die Flüchtlingspolitik entbrannt. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) pocht darauf, bereits in anderen EU-Staaten registrierte Flüchtlinge an der Grenze zurückzuweisen. Merkel lehnt das ab, sie setzt auf europäische Absprachen. Seehofer drohte am Donnerstag, seine Asylpläne notfalls "im Alleingang" durchzusetzen. 

Seehofer will sich am Montag bei einer Sitzung des CSU-Vorstands in München die Rückendeckung dafür holen, seinen "Masterplan Migration" in seiner Verantwortung als Bundesinnenminister zumindest in Teilen auch gegen Widerstand aus der CDU umzusetzen.

Alle Informationen zum „Asylstreit“ finden Sie in unserem Ticker.

AFP

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