Mehr Menschen erhalten in der BRD Asylleistungen

Wiesbaden - Seit 2009 steigt die Zahl der Menschen, die Hilfen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, in Deutschland wieder. Binnen der letzten zwölf Monate gar um 15 Prozent.

Insgesamt waren es 165.000 Personen, die Hilfen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Der Höchststand war demnach 1996 mit knapp 500.000 Menschen; bis 2009 sank die Zahl auf 121.000, seitdem nimmt sie wieder zu. Die Ausgaben beliefen sich im Vorjahr auf insgesamt 1,1 Milliarden Euro, 20,7 Prozent mehr als 2011.

45 Prozent der Menschen stammen aus Asien, 36 Prozent aus Europa und 13 Prozent aus Afrika, bei 5 Prozent war die Herkunft ungeklärt. Innerhalb Europas heißen die Hauptherkunftsländer Serbien, Kosovo und Montenegro. Die meisten Nicht-Europäer kamen aus Afghanistan, Irak und Iran.

Das Asylbewerberleistungsgesetz regelt, was für Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege sowie für Gebrauchs- und Verbrauchsgüter notwendig ist - zumeist sind das Sachleistungen. Zur Deckung persönlicher Bedürfnisse wird ein Taschengeld gezahlt.

kna

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