Häufig sind Männer die Opfer

Die Zahl der Badetoten in dieser Woche steigt auf fünf

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2018 sind in Niedersachsen bereits mehr als 30 Badende tödlich verunglückt.

Hannover - Die Zahl der Badetoten in Niedersachsen ist in dieser Woche drastisch angestiegen. Allein seit Dienstag starben fünf Männer in offenen Gewässern.

Bei drei Fällen waren die Opfer zwischen 19 und 22 Jahren alt. Im Gesamtjahr 2017 lag die Zahl der Badetoten in Niedersachsen bei 55. In diesem Jahr sind es laut NDR schon mehr als 30. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Niedersachsen sieht die Entwicklung stark wetterabhängig. „Wenn es heiß ist, gehen die Leute natürlich mehr ins Wasser“, sagte Nico Reiners vom DLRG-Landesverband Niedersachsen. 

Erfahrungsgemäß seien in 80 Prozent der tödlichen Badeunfälle Männer die Opfer, was möglicherweise mit einer höheren Risikobereitschaft zusammenhängen könne. Zudem würden 90 Prozent der tödlichen Unfälle an unbewachten Binnengewässern registriert. 

In Bremen wurde laut DLRG in dieser Woche bislang kein Badetoter registriert, am vergangenen Donnerstag ertrank dort allerdings eine Fünfjähriger in einem Freibad. Insgesamt gab es bislang drei Badetote in Bremen. Zudem gab es in dem Bundesland in diesem Jahr schon sechs Lebensrettungen - dreimal soviel wie im gesamten vergangenen Jahr. 

Drei Männer können nur noch tot geborgen werden

Am Donnerstag bargen Taucher gegen 12 Uhr den Leichnam eines vermissten 21-Jährigen aus dem Mittellandkanal. Wie die Polizei Hannover mitteilte, hatten die Einsatzkräfte den leblosen Körper des jungen Mannes bei einer erneuten Suche entdeckt. Die Beamten gehen von einem Unglücksfall aus. 

In Haren (Kreis Emsland) starb am Mittwoch ein 54-jähriger Niederländer im Dankernsee, der mit zwei Kollegen baden war. Als die beiden Mitschwimmer den 54-Jährigen aus den Augen verloren und selbst nicht finden konnten, alarmierten sie die Polizei. Eine Suchaktion blieb erfolglos. Die Suche wurde am späten Abend abgebrochen und am Morgen fortgesetzt. Dabei entdeckten Hubschrauber-Piloten der Polizei den Körper des Mannes. 

Ebenfalls am Mittwoch ertrank im Heye-Glas-See bei Husum (Kreis Nienburg) ein 32-jähriger Mann. Rettungstaucher und ein Polizeihubschrauber hatten mit einer Wärmebildkamera nach dem Schwimmer gesucht. Kurz vor Mitternacht konnten sie nur noch den leblosen Körper des Mannes bergen. 

Ein lettischer Besucher kommt bei Uelzen ums Leben

Im Oldenstädter See bei Uelzen starb ein 19-Jähriger aus Lettland, der zu Besuch bei einer Gastfamilie war. Die Gastmutter hörte plötzlich Hilferufe und sah den 19-Jährigen untergehen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Sofort wurden die Rettungskräfte alarmiert. Gegen 23 Uhr wurde der leblose Körper des jungen Mannes geborgen. 

Ein 22-jähriger Mann, der beim Abkühlen in einer Schleuse in Hannover im Stadtteil Limmer verunglückte, starb an den Folgen des Unfalls in einer Klinik. Nach ersten Ermittlungen hatte sich der Nichtschwimmer am Dienstagabend mit Bekannten in einer Schleuse der Leine aufgehalten, als er unter Wasser geriet. Der 22-Jährige konnte zwar noch aus dem Wasser gezogen werden,  er starb aber später im Krankenhaus.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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