Neujahrsansprache des Ministerpräsidenten

Wulff fordert Nachhaltigkeit

Christian Wulff

Niedersachsen - HANNOVER (mk) · Mit einem Aufruf zu mehr Nachhaltigkeit in Politik und Wirtschaft hat Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) seine Wünsche fürs neue Jahr verbunden. In seiner Neujahrsansprache lobt er zudem den Schulterschluss unter allen Beteiligten, mit dem die Krise in Niedersachsen vorbildlich bewältigt wird.

„Wir in Niedersachsen sind füreinander da, hören zu und packen die Dinge an. Bei uns kümmern sich Menschen um Schwächere, Bedürftige oder Junge und Alte“, heißt es in Wulffs fünfminütiger Rede, die morgen Abend ab 19.55 Uhr im NDR ausgestrahlt wird. „Dieses Miteinander hat uns in Niedersachsen stark gemacht. Wir sind den Herausforderungen mit Vernunft und Zuversicht begegnet.“ Es gelte, stets Wachsamkeit gegenüber seinem Nächsten und seinen Bedürfnissen zu bewahren – gerade angesichts öffentlicher Schicksal wie dem von Robert Enke.

Gemeinsames Handeln habe sich in Niedersachsen auch in Zeiten der allgegenwärtigen Krise bewährt. Wulff: „Die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen war zu Beginn dieses Jahres so gering wie seit 16 Jahren nicht mehr. Daran hat sich bis heute wenig geändert.“ Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei sogar um zehn Prozent gesunken. Nun gehe es darum, aus diesen positiven Erfahrungen Kraft zu schöpfen, die schwierigen Aufgaben für 2010 anzugehen. „Mitdenken und Mittun“ fordert Wulff von den Bürgern, damit Probleme wie die großen Löcher in den öffentlichen Kassen angegangen werden können. Ein Schwerpunkt müsse dabei das Prinzip Nachhaltigkeit sein, „zum Beispiel auch beim Klimaschutz und der Generationengerechtigkeit“.

Wie Nachhaltigkeit entstehen kann und aus kleinen Vorstellungen große Projekte werden, habe die IdeenExpo bewiesen: Bei 300 000 jungen Besucher sei die „Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik geweckt“ worden. Schüler, Eltern und Lehrer müssten weiter motiviert werden. Bildung bleibe eine zentrale Aufgabe auf dem Weg Niedersachsens – für ein „gutes Zusammenleben in unserem Land“ über Generationen hinweg.

Quelle: kreiszeitung.de

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