Winter kehrt zurück: Tödliche Unfälle auf glatten Straßen

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Ein mit Sahne beladener Lastwagen liegt auf der Bundesstraße 71 nahe der Ortschaft Hansen (Kreis Uelzen) im Graben. Nach Polizeiangaben kam der LKW bei glatter Fahrbahn nach rechts von der Straße ab und kippte auf die Seite.

Göttingen/Osnabrück - Mit heftigen Schneefällen und Eisglätte ist am Wochenende der Winter nach Niedersachsen zurückgekehrt. In einigen Fällen konnten die alarmierten Helfer die Unfallopfer nur noch tot aus ihren Wagen bergen.

So kam bei Löningen (Kreis Cloppenburg) am Samstag auf glatter Fahrbahn ein mit sieben rumänischen Arbeitern besetzter Kleinbus von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Ein 22-jähriger Mann starb noch an der Unfallstelle. Drei weitere Männer wurden schwer und drei leicht verletzt.

Auch im Süden und Südosten Niedersachsens kam es zu zahlreichen Unfällen, die jedoch meist glimpflich ausgingen. Auf der Autobahn 7 südlich von Göttingen waren am Samstagnachmittag Lastwagen ins Rutschen geraten und hatten sich quergestellt. Auch auf den Bundes- und Kreisstraßen ereigneten sich etliche Unfälle. Die Räumdienste nahmen wieder ihre Arbeit auf.

In der Nacht zum Sonntag beruhigte sich die Lage nach Polizeiangaben aber vielerorts bereits wieder. Bei Hansen (Kreis Uelzen) kam am Sonntagmorgen allerdings dennoch ein mit 24 Tonnen Schlagsahne beladener Sattelzug von der Straße ab und kippte auf die Seite. Der Fahrer hatte einer Militärkolonne Platz machen wollen und hatte auf dem schneebedeckten Grünstreifen die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Verletzt wurde niemand.

Auch bei Kampe (Kreis Cloppenburg) kam ein 53 Jahre alter Fahrer mit seinem Auto ins Schlingern und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort prallte er mit dem Wagen eines 29-Jährigen zusammen, der noch an der Unfallstelle starb. Doch nicht überall waren Eis und Schnee Auslöser von Unfällen: So starb in Dannenberg (Kreis Lüchow-Dannenberg) am Samstagabend ein 29-Jähriger. „Der Grund war überhöhte Geschwindigkeit, die Straße war trocken“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Und der Schnee hatte auch sein gutes: In Vechta verrieten seine Spuren in Schnee einen Jugendlichen, der versucht hatte, eine 40-jährige Frau auszurauben. Der Täter hatte die Frau bedroht und sie gegen ihr Auto gestoßen. Weil das Opfer laut um Hilfe rief, flüchtete der junge Mann. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, konnten die Beamten die Schuhspuren des Täters in der Nacht zu Samstag bis zu seiner Wohnung verfolgen.

Quelle: kreiszeitung.de

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