Wiederaufbau nach Brandstiftung in Lüneburgs Altstadt

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Lüneburg - Knapp fünf Monate nach dem Großbrand in der Lüneburger Altstadt haben die Pläne für den Wiederaufbau des fast völlig zerstörten Lösecke-Hauses Formen angenommen.

Der Bauausschuss der Stadt habe den Bauantrag der Architekten für das historische Gebäude einstimmig befürwortet, sagte eine Sprecherin der Stadt am Dienstag. Jetzt müsse nur noch die Verwaltung zustimmen. Der Neubau soll auf dem erhaltenen Keller aufgesetzt werden.

Der Entwurf sieht auch ein Fensterband aus der Barockzeit vor, das bereits bei einem Feuer 1857 zerstört worden war. Die Arbeiten sollen in diesem Sommer beginnen und bis Ende 2015 abgeschlossen sein. Wie zuvor soll das direkt an der Ilmenau gelegene Lösecke-Haus eine Gastwirtschaft und Wohnungen umfassen.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) hatte sich in Hannover für Fördermittel eingesetzt und nach Angaben der Sprecherin dafür geworben, das Sanierungsgebiet Wasserviertel zu erweitern. Im Sommer wolle die Landesregierung eine Entscheidung fällen. Das historische Hafenviertel um den Stintmarkt mit seinen Restaurants gilt als eines der wichtigsten touristischen Highlights von Lüneburg.

Brand im Lüneburger Hafenviertel

Unterdessen fahndet die Sonderkommission „Stint“ weiter nach dem Brandstifter und ermittelt nach Angaben eines Polizeisprechers unverändert auch wegen mehrfachen versuchten Totschlags. Bei dem Feuer am 2. Dezember hatten sich elf Bewohner in letzter Minute retten können. Mit dem Verlust des denkmalgeschützten Gebäudes entstand ein Sachschaden von rund 3,5 Millionen Euro. Das Feuer war nachts in einem italienischen Restaurant ausgebrochen.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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