Weiteres Sturmtief erwartet

Wetterdienst warnt vor Sturmflut: Hier bläst Orkan Nadia am stärksten

Der nächste Sturm rast über Niedersachsen und Bremen am Wochenende hinweg. Er sorgt für ungemütliches Winterwetter im Nordwesten – mit Auswirkungen auf die Inselfähren.

Emden – Kaum ist der eine Sturm weg, marschiert im Nordwesten Deutschlands das nächste Sturmtief an. Tief Nadia bläst am Wochenende mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde und sorgt mit Regenschauern und vielen Wolken für ungemütliches Wetter in Niedersachsen sowie Bremen. Das stürmische Wetter hält sich voraussichtlich bis zum Montag.

Wetter in Niedersachsen und Bremen: Wochenende mit Sturmtief Nadia bringt Regen und Orkanböen

Die Ausläufer von Sturmtief Nadia bringen am Wochenende erneut unbeständiges Winterwetter nach Niedersachsen und Bremen. Der Sturm setzt am Samstag, 29. Januar 2022, ein und nimmt dann über den Tag hinweg immer mehr an Fahrt auf, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mitteilte.

Für die Nordseeküste und das nördliche Binnenland erwarten die Meteorologen Sturmböen der Windstärke neun mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde. Bis zur Nacht zum Sonntag nimmt der Sturm aus Nordwesten zu, dann besteht an der See und im Harz auch die Gefahr von orkanartigen Böen mit bis zu 110 Kilometern in der Stunde.

Sturmfluten an der Nordseeküste: Fährbetrieb zwischen Langeoog, Wangerooge und Festland beeinträchtigt

Für die niedersächsische Nordseeküste besteht laut dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Gefahr leichter Sturmfluten. Strände, Vorländer und Hafenflächen könnten dann überflutet werden. Nach Angaben des Sturmflutwarndienstes vom Freitag kann das Hochwasser am Samstagabend sowie das Morgen- und Vormittagshochwasser am Sonntag um etwa 1,25 Meter höher auflaufen als das mittlere Tidehochwasser.

Im Fährbetrieb zwischen den Ostfriesischen Inseln Langeoog und Wangerooge sowie dem Festland verschieben sich am Wochenende aufgrund der Sturmflutwarnung Abfahrten. Das teilten die Fährbetriebe der Deutschen Presse-Agentur mit.

Wetter in Niedersachsen und Bremen am Wochenende: Frost und Glätte bei Temperaturen um -1 Grad

Freitagnachmittag, 28. Januar 2022, werden in der Westhälfte Niedersachsens meist lockere Wolkenfelder erwartet, Richtung Elbe zeigt sich der Himmel aber auch teils wolkenfrei. Am Abend ziehen dichtere Wolken von Westen auf, allerdings noch ohne Regen. Die Temperaturen liegen dann zwischen 5 und 7 Grad.

In der Nacht zum Samstag, 29. Januar 2022, zeigt sich der Himmel zunehmend bedeckt, aus Richtung Nordwesten zieht Regen auf. Die Tiefstwerte in der Nacht liegen zwischen 2 und 5 Grad, im Oberharz wird leichter Frost und Straßenglätte bei Temperaturen um -1 Grad erwartet.

Kaum ist der eine Sturm weg, kommt schon das nächste Unwetter: Meteorologen erwarten am Wochenende orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 110 km/h in den Küstengebieten. (Archivbild)

Der Samstag zeigt sich in Niedersachsen und Bremen wolkenreich, es ziehen immer wieder heftige Regenschauer durchs Land. Die Höchsttemperaturen liegen am Tage zwischen 9 und 11 Grad. In der Nacht zum Sonntag, 30. Januar 2022, ist es wechselnd bewölkt, es folgen noch einige Schauer. Die Tiefsttemperaturen liegen dann bei 2 Grad im Oberharz, sonst werden im restlichen Niedersachsen und Bremen um 4 Grad erwartet.

Wetter in Niedersachsen und Bremen: In der Nacht zu Montag können die Straßen glatt werden

Am Sonntag zeigt sich das Wetter wechselnd bewölkt, örtlich können letzte Schauer auftreten. Die Höchstwerte im Oberharz liegen am Sonntag um 3 Grad, sonst werden um 7 Grad erwartet.

In der Nacht zum Montag, 31. Januar 2022, ziehen von Westen her dicke Wolken auf, die für einsetzenden Niederschlag sorgen. Der kommt anfangs noch als Schnee runter, im westlichen Teil Niedersachsens geht dieser in Regen über. Die Tiefstwerte liegen in der Nacht zwischen -2 Grad im Oberharz und 4 Grad auf den Inseln. Die Straßen können glatt werden.

Bereits für den Donnerstagabend waren an der Küste bei stürmischem Wetter höhere Wasserstände erwartet worden – die Flut in Norddeutschland verlief aber glimpflich, wie 24hamburg.de* berichtet. Eine Sprecherin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) in Hamburg teilte mit, dass die Höchststände teilweise „durchaus auch etwas geringer“ ausfielen als vorhergesagt.

Sturmfluten an der Nordseeküste: 500 Meter lange Abbruchkante am Strand von Langeoog

Dennoch besonders im Blick haben derzeit Küstenschützer den Strand der Insel Langeoog. Dort hatte sich zuletzt nach den leichten Sturmfluten dieses Winters eine deutliche, rund 500 Meter lange Abbruchkante über den Strand vor den Schutzdünen auf Langeoog gebildet. Der NLWKN gab in einer Mitteilung am Freitag aber Entwarnung: Eine Gefahr für Langeoog und die lebenswichtige Süßwasserlinse im Inselinneren, die das Trinkwasserreservoir bildet, bestehe nicht.

Die Abbruchkante sei vielmehr ein zu erwartendes Ergebnis nach den letzten Sandaufspülungen 2020 am Strand vor den Dünen. Das Sanddepot verhindert Abbrüche an den dahinterliegenden Schutzdünen und werde mit jeder Sturmflut schmaler, teilte die Behörde mit. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: ©  Julian Stratenschulte/dpa

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